„Nicht gut genug“: Bayern-Star Tah kritisiert schwachen DFB-Auftritt

Sebastian Mittag
Foto: IMAGO

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Die historische Niederlage gegen Griechenland sorgt beim DFB-Team für Frust. Bayern-Star Jonathan Tah benennt anschließend deutliche Defizite.

Die deutsche Nationalmannschaft hat beim Heimdebüt von Jürgen Klopp einen herben Rückschlag kassiert. Nach dem 1:1 gegen die Niederlande unterlag das DFB-Team Griechenland mit 0:1 und wartet damit auch nach dem zweiten Spiel unter dem neuen Bundestrainer auf den ersten Sieg.


Besonders bitter: Es war die erste deutsche Niederlage gegen Griechenland überhaupt. Zuvor war die DFB-Auswahl in zehn Aufeinandertreffen ungeschlagen geblieben.

Jonathan Tah wollte das Ergebnis anschließend nicht schönreden. Der Innenverteidiger des FC Bayern sah trotz der deutschen Feldüberlegenheit deutliche Defizite im eigenen Spiel.

„Es war kein einfaches Spiel. Um ehrlich zu sein, haben wir es einfach nicht gut genug gemacht. Wir hatten Chancen, ja, und wenn wir die Chancen nutzen, dann sieht es auch anders aus“, erklärte Tah in der ARD.

Deutschland hatte zwar über weite Strecken deutlich mehr Ballbesitz, fand gegen die kompakte Defensive der Griechen jedoch zu selten den Weg in gefährliche Abschlusspositionen.

Tah vermisst Mut und Gefahr im letzten Drittel

Genau dort setzte Tah mit seiner Kritik an: „Aber wir hätten dominanter mit dem Ball sein können. Wir haben das nicht genutzt, was sie angeboten haben. Und dann kamen sie zu ihren Umschaltchancen und haben eine davon genutzt“, analysierte der 30-Jährige.

Das entscheidende Tor fiel in der 74. Minute. Dimitrios Kourbelis traf mit einem von Joshua Kimmich abgefälschten Schuss zum 1:0. Deutschland gelang anschließend keine Antwort mehr.

Tah fehlte bei seiner Mannschaft vor allem die Konsequenz rund um den gegnerischen Strafraum: „Der Mut sollte uns nicht fehlen. Ich glaube, es war am Ende so, dass wir nicht das genutzt haben, was uns gegeben wurde“, betonte der Bayern-Star.

Anschließend wurde er noch konkreter: „Wir haben die Box nicht genug bedroht, nicht genug geflankt, nicht häufig genug aus der zweiten Reihe geschossen. Und dann wird es schwer, weil es auch kein schlechter Gegner ist mit guten Spielern, die auch bei internationalen Topklubs spielen teilweise.“

Auch den Ärger der Fans über den schwachen Auftritt kann Tah nachvollziehen: „Wir sind enttäuscht und sauer, wenn wir ein Spiel verlieren. Das wird auch immer so bleiben, genau wie die Anerkennung vom Support der Fans. Wenn wir kein gutes Spiel machen, dann ist es klar, dass nicht alle happy sind.“

Während Tah den DFB-Lehrgang nach der ersten Woche beendet, setzt Klopp seine große Sichtungsphase nun mit einem weitgehend neuen Kader fort. Gegen Serbien und anschließend erneut gegen Griechenland soll die deutsche Mannschaft eine Reaktion zeigen.

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