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IMAGO

„100 Prozent reichen nicht!“: Simeone gesteht Bayern-Überlegenheit ein

Von Vjekoslav Keskic · · 3 Min Lesezeit

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Der FC Bayern hat mit seinem 2:0-Auswärtssieg bei Atlético Madrid ein echtes Ausrufezeichen in der Champions League gesetzt. Trotz zahlreicher Verletzungsausfälle dominierten die Münchner die Partie über weite Strecken und sicherten sich drei wichtige Punkte. Nach dem Schlusspfiff fand Atlético-Trainer Diego Simeone bemerkenswert deutliche Worte über den deutschen Rekordmeister.

Die Bayern hatten sich durch Treffer von Lennart Karl und Konrad Laimer in der zweiten Halbzeit durchgesetzt. Für Atlético war es die erste Heimniederlage in der laufenden Saison. Gleichzeitig endete eine Serie von neun Pflichtspielen ohne Niederlage.

Simeone zeigte sich nach der Partie selbstkritisch und räumte ein, dass seine Mannschaft derzeit nicht das Niveau der europäischen Spitzenklubs erreiche. Dabei nannte der Argentinier neben den Bayern ausdrücklich auch den FC Liverpool.

Simeone: „Bayern ist besser als wir“

„Bayern ist besser als wir, und wir müssen näher an ihr Niveau herankommen“, erklärte der Atlético-Coach nach der Niederlage.

Besonders bemerkenswert war seine Einschätzung, wie viel seine Mannschaft investieren müsse, um gegen Gegner dieser Qualität bestehen zu können. „Wir müssen 120 Prozent erreichen, denn 100 Prozent werden nicht reichen“, betonte Simeone.

Damit stellte der 56-Jährige klar, dass Atlético derzeit noch einen deutlichen Rückstand auf die europäische Spitze habe.

Dabei war der Trainer mit der grundsätzlichen Herangehensweise seiner Mannschaft nicht unzufrieden. „Wir haben das Spiel gut gestaltet. Sorloths Präsenz hat uns geholfen. Wir konnten direkter spielen, weil wir die zweiten Bälle gewonnen haben. Er hat uns viel gegeben“, erklärte Simeone.

Allerdings gelang es den Spaniern nicht, ihre Spielidee über die gesamte Begegnung erfolgreich umzusetzen.

„Nach dem zweiten Tor war das Spiel praktisch vorbei“

Atletico Madrid vs. FC Bayern
Getty Images

Als entscheidenden Moment bezeichnete Simeone den Führungstreffer von Lennart Karl in der 54. Minute.

Der 18-jährige Bayern-Youngster hatte Atlético-Torhüter Jan Oblak mit einem gefühlvollen Lupfer überwunden und die Münchner damit auf die Siegerstraße gebracht. „Wir haben so gespielt, wie wir es wollten, aber dann fiel das erste Tor, und wir wussten nicht, wie wir reagieren sollten“, räumte der Argentinier ein.

Auch nach dem Rückstand fanden die Gastgeber kaum Lösungen gegen die kompakte Defensive der Bayern.

Spätestens mit dem zweiten Treffer durch Konrad Laimer in der 76. Minute war die Begegnung aus Sicht des Atlético-Trainers entschieden. „Nach dem zweiten Tor war das Spiel praktisch vorbei“, stellte Simeone nüchtern fest.

Die beiden Gegentore führte der Trainer auch auf individuelle Fehler zurück. „Fehler passieren. Im Fußball fallen viele Tore durch Fehler. Wir müssen weiter wachsen und uns verbessern“, betonte er.

Für die Bayern waren die Aussagen des Atlético-Coaches eine besondere Anerkennung ihrer Leistung.

Schließlich mussten die Münchner mit Jamal Musiala, Luis Díaz, Serge Gnabry und Ismael Saibari auf mehrere wichtige Offensivspieler verzichten. Dennoch kontrollierte die Mannschaft von Interimscoach Aaron Danks das Geschehen und ließ den Spaniern nur wenige Möglichkeiten.

Mit dem Sieg verbessert der Rekordmeister seine Ausgangslage im Kampf um die direkte Achtelfinalqualifikation deutlich. Nach vier Spielen stehen die Münchner nun bei acht Punkten.

Simeones Aussagen unterstreichen dabei, welchen Eindruck die Bayern in Madrid hinterlassen haben. Selbst der erfahrene Atlético-Trainer musste nach der Niederlage anerkennen, dass seine Mannschaft aktuell nicht mit der Qualität des deutschen Rekordmeisters mithalten kann.

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