Joshua Kimmich reist vom DFB-Team ab. Nun ist ausgerechnet sein Bayern-Nebenmann Aleksandar Pavlovic im deutschen Mittelfeld gefragt.
Jürgen Klopp muss sein DFB-Team in der zweiten Woche ohne seinen wichtigsten Mittelfeldspieler aufbauen. Joshua Kimmich ist nach den Partien gegen die Niederlande und Griechenland wie geplant zum FC Bayern zurückgekehrt.
Der 31-Jährige hätte zwar gerne weitergemacht, doch Klopp will im Rahmen seines XXL-Lehrgangs zahlreiche andere Spieler kennenlernen. Für die Spiele gegen Serbien und erneut Griechenland steht deshalb ein stark verändertes Aufgebot bereit.
Aus Bayern-Sicht rückt dabei vor allem Aleksandar Pavlovic in den Fokus. Der 22-Jährige gehört zu Klopps zweitem Kader und könnte nun ausgerechnet auf jener Position Verantwortung übernehmen, die in der ersten Woche von Kimmich geprägt wurde.
Gerade das 0:1 gegen Griechenland zeigte, wie schwer sich Deutschland tut, wenn aus dem Zentrum zu wenig Überraschendes kommt. Kimmich versuchte immer wieder, das Spiel anzukurbeln, konnte die Probleme gegen die tief stehende Defensive aber auch nicht alleine lösen.
Kann Pavlovic ohne Kimmich Verantwortung übernehmen?
Nun ändert sich die Ausgangslage komplett. Kimmich ist nicht mehr dabei – Pavlovic kommt hinzu. Beim FC Bayern stehen beide regelmäßig gemeinsam im Zentrum. Im DFB-Team könnte der Youngster nun zeigen, dass er auch ohne seinen erfahrenen Nebenmann eine tragende Rolle übernehmen kann.
Bastian Schweinsteiger hatte nach der Griechenland-Pleite noch einmal unterstrichen, wie groß die Abhängigkeit von Kimmich derzeit ist. „Der Einzige, der für mich gesetzt ist, ist Kimmich“, erklärte der frühere Bayern-Star in der ARD.
Genau deshalb wird interessant, wie Klopp sein Mittelfeld ohne den Kapitän aufstellt. Neben Pavlovic stehen unter anderem Bayern-Kollege Tom Bischof, Vitaly Janelt (FC Brentford), Yannick Engelhardt (SC Freiburg) und Bambasé Conté (TSG Hoffenheim) für das Zentrum zur Verfügung.

Für Pavlovic bietet sich damit eine große Gelegenheit. Beim FC Bayern hat er längst bewiesen, dass er das Spiel aus der Tiefe eröffnen und mit seiner Ruhe am Ball das Tempo bestimmen kann. Im DFB-Team muss er sich diese Stellung erst noch erarbeiten.
Das erste Spiel der zweiten Gruppe findet ausgerechnet in München statt. Am Donnerstag trifft Deutschland in der Allianz Arena auf Serbien. Für gebürtigen Münchner Pavlovic könnte die Partie damit gleich in mehrfacher Hinsicht zum Heimspiel werden.
Kimmich hinterlässt im deutschen Mittelfeld eine große Lücke. Nun kann sein Bayern-Teamkollege zeigen, wie viel davon er bereits selbst ausfüllen kann.

