Jonas Urbig steht vor dem nächsten großen Schritt seiner noch jungen Karriere. Der Torhüter des FC Bayern wird am Donnerstag im Nations-League-Duell gegen Serbien sein Debüt für die deutsche A-Nationalmannschaft feiern.
Bundestrainer Jürgen Klopp setzt damit auf den 23-Jährigen, obwohl dieser in München derzeit noch hinter Manuel Neuer die Nummer zwei ist. Genau diese Konstellation hatte in den vergangenen Wochen für Diskussionen gesorgt.
Dabei richten sich die Zweifel weniger gegen Urbigs Leistungen als vielmehr gegen seine fehlende Rolle als dauerhafter Stammspieler. Beim FC Bayern wird der Keeper hinter Neuer aufgebaut und soll nach aktuellem Plan ab Sommer 2027 die Nachfolge der Torwart-Legende antreten.
Urbig beschäftigt sich nicht mit der Nummer-eins-Debatte
Urbig selbst möchte von der Diskussion um seinen möglichen Status im DFB-Tor nichts wissen. Auf der Pressekonferenz vor dem Serbien-Spiel machte der Bayern-Profi deutlich, dass er sich ausschließlich auf seine aktuelle Aufgabe konzentriert.
„Diese ganze Nummer-eins-Sache ist nichts, womit ich mich beschäftige. Mein Fokus liegt darauf, jeden Tag meine Grenze zu erreichen und sie zu überschreiten. Alles andere wird sich mit der Zeit von selbst ergeben“, erklärte Urbig.

Gleichzeitig verwies er auf das Vertrauen, das ihm sowohl in München als auch beim DFB entgegengebracht wird. „Ich habe bei FC Bayern viel Vertrauen bekommen. Hier habe ich das Vertrauen bekommen, morgen mein Debüt zu geben. Alles andere ist etwas für die Zukunft. Ich lebe im Hier und Jetzt.“
Zuletzt hatte unter anderem Bayern-Legende Sepp Maier die große Aufmerksamkeit rund um Urbig kritisch gesehen und erklärt, ihm sei der aktuelle Hype um den jungen Torhüter zu viel.
„Ich finde, ich bin auch so im Spielrhythmus“
Auch das Argument, ihm fehle aufgrund seiner Rolle hinter Neuer die notwendige Spielpraxis, lässt Urbig nicht gelten. Der 23-Jährige verweist darauf, dass er trotz seines Status als Nummer zwei regelmäßig zu Einsätzen gekommen ist.
„Ich finde, ich bin auch so im Spielrhythmus. Das ist ja immer so ein wenig die Diskussion. Ich habe schon auch einige Spiele für Bayern bestritten“, betonte der Schlussmann.
Für Urbig steht deshalb nicht die Diskussion um einen möglichen Stammplatz beim DFB im Mittelpunkt. „Ich freue mich, Teil dieses Kaders zu sein und einfach meinen Teil dazu beizutragen, dass wir erfolgreich sind“, erklärte er.
Die erste Gelegenheit dazu bekommt er bereits gegen Serbien. Mit seinem Länderspieldebüt kann Urbig nun auch auf dem Platz Argumente liefern – und gleichzeitig weitere Erfahrungen für die Zeit sammeln, in der er beim FC Bayern dauerhaft zwischen den Pfosten stehen soll.

