Diskussion um Bayern-Kapitän: Sammer schaltet sich in die Kimmich-Debatte ein

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Joshua Kimmich wäre gerne länger bei der deutschen Nationalmannschaft geblieben. Bundestrainer Jürgen Klopp entschied sich allerdings bereits vor Beginn der Länderspielphase dafür, seinen Kapitän nur für das erste von zwei Aufgeboten zu nominieren.

Damit verpasst Kimmich sowohl das Duell mit Serbien in München als auch das anschließende Rückspiel gegen Griechenland. Besonders nach der 0:1-Niederlage gegen die Griechen wäre der Bayern-Profi gerne bei seinen Teamkollegen geblieben.


„Ich hatte bis zuletzt gehofft, zu bleiben – und wäre natürlich gerne geblieben“, erklärte Kimmich nach der Partie. Gleichzeitig akzeptierte der 31-Jährige Klopps Entscheidung: „Aber ich verstehe, dass der Trainer einfach auch andere Jungs kennenlernen möchte.“

Sammer sieht klares Signal von Kimmich

Matthias Sammer kann Kimmichs Reaktion nachvollziehen. Der frühere Bayern-Sportvorstand interpretiert dessen Wunsch, trotz der ursprünglichen Planung beim DFB-Team zu bleiben, vor allem als Ausdruck seines Verantwortungsgefühls.

„Josh versucht nach dem Spiel gegen Griechenland, das nicht so gut lief, zu zeigen, dass er der Kapitän ist und vorangehen will“, erklärte Sammer gegenüber der Abendzeitung München.

Für den 59-Jährigen ist diese Haltung grundsätzlich positiv. „Ich finde es immer gut, wenn Menschen Verantwortung spüren und sagen: ‚Eigentlich dürfte ich hier nicht weg, weil wir verloren haben.‘“

Joshua Kimmich
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Grund zur Sorge sieht Sammer wegen der vorzeitigen Abreise allerdings nicht. Vielmehr geht er davon aus, dass Klopp seinem Kapitän deutlich gemacht hat, warum er zunächst auf andere Spieler setzt.

„Er soll sich da jetzt nicht verrückt machen lassen“, betonte Sammer und ergänzte: „Ohne, dass ich es weiß, wird Jürgen Klopp zu ihm gesagt haben: ‚Bleib ruhig. Ich kenne dich. Ich will die anderen kennenlernen. Fahr nach Hause und mach dir keinen Kopf.‘“

Klopp will seine Alternativen kennenlernen

Klopp hatte bereits bei der Bekanntgabe seiner beiden Kader deutlich gemacht, dass er die aktuelle Länderspielphase nutzen möchte, um möglichst viele Spieler aus nächster Nähe kennenzulernen. Von Kimmich besitzt der neue Bundestrainer bereits ein deutlich umfassenderes Bild als von zahlreichen anderen Kandidaten.

Davon profitieren nun unter anderem die beiden Bayern-Profis Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof, die gegen Serbien auf Einsatzzeit hoffen dürfen.

Auch Sammer bewertet Klopps Vorgehen deshalb gelassen. Zu einem späteren Zeitpunkt wäre die Situation aus seiner Sicht möglicherweise anders zu beurteilen. „Wenn das jetzt nicht ganz am Anfang wäre, sondern nach einem halben Jahr, hätten sie vielleicht nochmal sprechen müssen, ob er nicht dableiben will. Aber so ist es ganz entspannt.“

Für Kimmich bietet die Pause zumindest einen Vorteil: Der Bayern-Star kann sich in München regenerieren. In den kommenden Wochen wartet mit Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League schließlich ein intensives Programm auf den Kapitän des Rekordmeisters.

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