Karl bleibt auf der Bank: Klopp lässt Bayern-Youngster zappeln

Sebastian Mittag
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Lennart Karl wartet weiter auf seine ersten Minuten unter Jürgen Klopp. Gegen Serbien blieb das Bayern-Juwel über 90 Minuten auf der Bank.

Lennart Karl muss sich bei der deutschen Nationalmannschaft weiter gedulden. Beim 2:0-Erfolg gegen Serbien kam der 18-Jährige nicht zum Einsatz und blieb über die gesamte Partie auf der Bank.


Dabei hatte es vor dem Spiel durchaus Hoffnungen auf erste Minuten unter Jürgen Klopp gegeben. Der Bundestrainer hatte Karl zuletzt ausdrücklich gelobt und sich von dessen Auftreten beeindruckt gezeigt. „Als ich Lennart das erste Mal live gesehen und seine Hand geschüttelt habe, habe ich gemerkt: Der Junge ist bereit. Er ist ein richtiges Kraftpaket und sehr selbstbewusst, dabei hat er sehr angenehme Umgangsformen. Er ist auch ein bisschen frech, das mag ich auch“, hatte Klopp erklärt.

Gegen Serbien entschied sich der DFB-Coach trotzdem gegen einen Einsatz des Bayern-Youngsters. Stattdessen bekamen andere Offensivspieler wie Saïd El Mala ihre Minuten.

Hebt sich Klopp Karl für Griechenland auf?

Dass Karl komplett draußen blieb, muss allerdings nicht zwingend als Rückschlag gewertet werden. Klopp hatte seinen großen Kader bewusst auf mehrere Spiele verteilt und mehrfach betont, dass er unterschiedliche Konstellationen testen wolle.

Für Karl könnte sich deshalb schon am Sonntag die nächste Chance ergeben. Dann trifft die deutsche Nationalmannschaft auswärts auf Griechenland – eine Partie, die nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel zusätzlichen Reiz besitzt.

Gerade mit Blick auf Karls körperliche Vorgeschichte dürfte eine dosierte Belastungssteuerung ebenfalls eine Rolle spielen. Der Bayern-Profi hatte nach einem Muskelbündelriss im Sommer einen langen Weg zurück hinter sich und zuletzt auch immer wieder kleinere muskuläre Probleme.

Jürgen Klopp
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Beim FC Bayern wird seine Einsatzzeit ebenfalls genau gesteuert. Nach seinem Comeback sammelte Karl bereits wieder Scorerpunkte in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League, ist im hochklassig besetzten Münchner Offensivbereich aber weiter einem harten Konkurrenzkampf ausgesetzt.

Klopp hatte vor der Länderspielpause bereits deutlich gemacht, dass er Karls Potenzial hoch einschätzt. Gegen Serbien musste sich der Youngster dennoch gedulden. Ob der Bundestrainer ihn bewusst für das schwierige Auswärtsspiel in Griechenland aufhebt, wird sich am Sonntag zeigen.

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