Die beiden Bayern-Stars Michael Olise und Dayot Upamecano haben beim 1:1 der französischen Nationalmannschaft gegen Italien einen höchst unterschiedlichen Abend erlebt. Während Olise mit einem Traumtor erneut für Aufsehen sorgte, musste Upamecano kurz vor Schluss mit Gelb-Rot vom Platz.
Für Zinédine Zidane war es der erste Punktverlust als französischer Nationaltrainer. Nach den beiden 1:0-Erfolgen gegen Belgien und die Türkei musste sich Frankreich bei der Heimpremiere seines neuen Trainers mit einem Remis begnügen. Mit sieben Punkten bleiben die Franzosen dennoch Tabellenführer ihrer Nations-League-Gruppe.
Vor allem Olise setzte seine starke Form der vergangenen Wochen fort. Der 24-Jährige gehörte zu den auffälligsten französischen Offensivspielern und brachte sein Team in der 55. Minute sehenswert in Führung.
Olise zaubert Frankreich in Führung
Bereits im ersten Durchgang hatte Olise für eine der gefährlichsten Aktionen der Gastgeber gesorgt. Eine abgefälschte Flanke des Bayern-Stars landete in der 23. Minute an der Latte.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Frankreich den Druck. Italiens Torhüter Gianluigi Donnarumma parierte zunächst gegen Ousmane Dembélé und wenig später auch gegen Olise. In der 55. Minute war der 27-Jährige dann machtlos.
Bei einem Freistoß tippte Rayan Cherki den Ball mit dem Fuß kurz an. Olise übernahm und zirkelte den Ball sehenswert über die italienische Mauer ins Tor. Der nächste starke Auftritt des Flügelspielers, der auch beim FC Bayern in dieser Saison zu den herausragenden Akteuren gehört.
Lange hielt die Führung allerdings nicht. In der 68. Minute nutzte Alessandro Bastoni eine Unachtsamkeit in der französischen Defensive und erzielte den 1:1-Ausgleich.
Upamecano fliegt mit Gelb-Rot vom Platz

Während Olise mit seinem Treffer für das französische Highlight sorgte, endete der Abend für seinen Münchner Teamkollegen Upamecano vorzeitig.
Der Innenverteidiger sah in der 85. Minute die Gelb-Rote Karte und musste das Spielfeld verlassen. Frankreich musste die Schlussphase damit in Unterzahl bestreiten, brachte das 1:1 aber über die Zeit.
Für Upamecano war es damit ein bitteres Ende einer Partie, in der Frankreich erstmals unter Zidane Punkte liegen ließ. Olise dagegen bestätigte einmal mehr seine starke Verfassung.
Der 24-Jährige hatte bereits zuletzt beim 1:0 gegen Belgien nach seiner Einwechslung den entscheidenden Treffer erzielt. Nun war der Bayern-Star auch gegen Italien erfolgreich und entwickelt sich damit immer mehr zu einem entscheidenden Faktor in Zidanes Mannschaft.
Aus Bayern-Sicht bleibt nach dem Nations-League-Klassiker somit ein gemischtes Fazit: Olise sorgte mit seinem Traumtor für das nächste Ausrufezeichen, während Upamecano nach seinem Platzverweis einen Abend zum Vergessen erlebte.

