Dachzeile: Debatte um Bayern-Star
Überschrift 1: „Voreilig“: Bierhoff warnt vor gefährlicher Kimmich-Debatte
Überschrift 2: Kimmich plötzlich unter Druck? Bierhoff stellt sich klar vor Bayern-Star
Überschrift 3: Nach DFB-Sieg ohne Kimmich: Bierhoff warnt vor falschen Schlüssen
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Die Diskussion um Joshua Kimmich und seine Rolle in der deutschen Nationalmannschaft nimmt weiter Fahrt auf. Ausgerechnet nach dem Wechsel der beiden DFB-Kader gelang der Mannschaft von Jürgen Klopp beim 2:0 gegen Serbien der erste Sieg unter dem neuen Bundestrainer.
Vor allem das junge Mittelfeld mit den Bayern-Profis Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof wusste zu überzeugen. Schnell kam deshalb die Frage auf, ob Deutschland ohne Kimmich im Zentrum womöglich besser funktioniert.
Klopp selbst hält wenig von dieser Debatte. Auch Oliver Bierhoff warnt nun davor, aus dem erfolgreichen Auftritt gegen Serbien vorschnelle Schlüsse für die Zukunft des DFB-Kapitäns zu ziehen.
Bierhoff warnt vor vorschnellem Kimmich-Urteil
In der BILD-Sendung „Die Lage der Liga“ ordnete der ehemalige DFB-Geschäftsführer die Diskussion ein. Dass der Erfolg gegen Serbien zusätzliche Fragen rund um Kimmich ausgelöst hat, kann Bierhoff grundsätzlich nachvollziehen.
„Der Sieg hat die öffentliche Debatte natürlich befeuert. Es ist absolut positiv, dass eine junge Achse so befreit aufspielt. Aber daraus eine generelle Stammplatz-Frage abzuleiten, ist voreilig“, warnte der 58-Jährige.
Tatsächlich waren die Voraussetzungen in den ersten drei Partien unter Klopp unterschiedlich. Mit Kimmich kam Deutschland zum Auftakt gegen die Niederlande zu einem 1:1 und verlor anschließend mit 0:1 gegen Griechenland. Nach dem Kaderwechsel folgte gegen Serbien schließlich der erste Sieg.
Dass Bischof und Pavlovic dabei im Zentrum überzeugten, erhöht zweifellos den Konkurrenzkampf. Für Bierhoff bedeutet das aber keineswegs, dass Kimmich deshalb plötzlich um seinen grundsätzlichen Status fürchten muss.
„Intern gibt es da keine zwei Meinungen“

Entscheidend ist für Bierhoff vor allem, wie Klopp selbst mit der Diskussion umgeht. Der Bundestrainer hatte bereits nach dem Serbien-Spiel deutlich gemacht, dass er aus der starken Leistung von Pavlovic und Bischof keine Geschichte gegen Kimmich entstehen lassen möchte.
„Jürgen Klopps Reaktion sagt doch alles. Er hat sich an dieser von außen herbeigeredeten Krise nicht beteiligt und im selben Atemzug betont, dass Joshua für ihn ein absoluter Schlüsselspieler ist. Intern gibt es da keine zwei Meinungen“, erklärte Bierhoff.
Klopp selbst hatte zuletzt noch einmal auf die Breite seines Mittelfelds verwiesen: „Man braucht verschiedene Spielertypen: Man braucht Leader, man braucht Spieler, die viel laufen, man braucht alle Arten von Spielern. Zum Glück haben wir mehr als nur drei gute Mittelfeldspieler. Stellt euch das mal vor, wir hätten nur drei. Hier muss sich keiner irgendwelche Gedanken machen, der gut ist.“
Damit versucht Klopp, aus der vermeintlichen Kimmich-Frage vielmehr einen offenen Konkurrenzkampf um mehrere Positionen zu machen. Pavlovic und Bischof haben sich mit ihren Leistungen neue Argumente verschafft. Das muss allerdings nicht zwangsläufig zulasten des Kapitäns gehen.
Vielmehr wird es für Klopp darum gehen, Kimmich so einzubinden, dass dessen Qualitäten optimal zur Geltung kommen. An seinem grundsätzlichen Stellenwert im DFB-Team lässt der Bundestrainer bislang jedenfalls keinen Zweifel aufkommen.

