Jonas Urbig legt einen bemerkenswerten Start im DFB-Tor hin. Mit zwei weißen Westen schafft er etwas, das Neuer und Kahn nicht gelang.
Jonas Urbig hat sich mit seinen ersten beiden Länderspielen direkt in eine besondere Statistik eingetragen. Der Torhüter des FC Bayern blieb sowohl beim 2:0 gegen Serbien als auch beim 0:0 in Griechenland über die kompletten 90 Minuten ohne Gegentor.
Laut Datenanbieter Opta ist Urbig damit erst der zweite deutsche Keeper seit 1977, dem dieses Kunststück in seinen ersten beiden Länderspielen gelang. Zuvor schaffte das in diesem Zeitraum lediglich Oliver Baumann 2024.
Bemerkenswert ist vor allem der Vergleich mit zwei Bayern-Legenden. Manuel Neuer kassierte bereits bei seinem DFB-Debüt 2009 beim 7:2 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate zwei Gegentore. Oliver Kahn musste in seinen ersten beiden Länderspielen gegen die Schweiz und Georgien ebenfalls jeweils einmal hinter sich greifen.
Urbig nutzt seine Chance beim DFB
Der 23-Jährige war von Jürgen Klopp bewusst auch gegen Griechenland im Tor gelassen worden. Der Bundestrainer hatte erklärt: „Es ist so, dass alle Jungs, die wir dabeihaben, regelmäßig spielen, bei Jonas ist das anders. Deshalb haben wir geplant, dass er noch ein Spiel bekommt.“
Urbig zahlte dieses Vertrauen zurück. Beim 0:0 in Thessaloniki verhinderte er bereits in der zweiten Minute mit einer starken Parade gegen Georgios Masouras einen frühen Rückstand.
Schon nach der Partie hatte Urbig mit seiner Ruhe und Fehlerlosigkeit überzeugt. Zwei Einsätze, zweimal zu null – damit hat sich der Bayern-Keeper für weitere DFB-Nominierungen empfohlen.
Beim FC Bayern wird Urbig als möglicher Nachfolger von Manuel Neuer aufgebaut. Nun hat der Youngster seinem prominenten Teamkollegen beim deutschen Rekordmeister zumindest statistisch bereits etwas voraus.

