Beim FC Bayern könnte es zu einer weiteren personellen Veränderung im sportlichen Bereich kommen. Die Zukunft von Chefscout Nils Schmadtke ist offenbar zunehmend ungewiss. Obwohl Sportvorstand Max Eberl weiterhin große Stücke auf seinen engen Vertrauten hält, wächst innerhalb des Klubs die Kritik.
Schmadtke ist seit 2024 als Chefscout für den deutschen Rekordmeister tätig. Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2027. Ob er diesen überhaupt erfüllen beziehungsweise anschließend verlängern wird, ist offen. Zuletzt verdichteten sich bereits die Hinweise auf eine mögliche Trennung.
Eberl hatte seinen Chefscout öffentlich noch deutlich verteidigt. „Fakt ist: Nils hat noch ein Jahr Vertrag und gehört für mich zu den besten Scouts und Kaderplanern in Deutschland. Deswegen haben wir ihn auch verpflichtet“, erklärte der Bayern-Sportvorstand im September.
Interne Kritik an Schmadtke nimmt zu
Hinter den Kulissen scheint Schmadtkes Arbeit allerdings nicht von allen Verantwortlichen gleichermaßen positiv bewertet zu werden. Wie der kicker berichtet, wurde zuletzt erneut interne Kritik am 37-Jährigen laut. Diese soll inzwischen sogar zugenommen haben.
Dem Bericht zufolge wird deshalb innerhalb des Klubs mit einer Trennung gerechnet. Wann diese erfolgen könnte, bleibt allerdings offen. Spätestens mit dem Vertragsende im Sommer 2027 könnte die Zusammenarbeit demnach beendet werden.
Interessant ist dabei, dass Schmadtke weiterhin prominente Fürsprecher besitzt. Neben Eberl soll auch Präsident Herbert Hainer einem Verbleib positiv gegenüberstehen.

Vor allem Eberl und Schmadtke verbindet eine längere Zusammenarbeit. Bereits bei Borussia Mönchengladbach arbeiteten beide zusammen. Dass Eberl seinen Chefscout öffentlich unterstützt, kommt deshalb wenig überraschend.
Dennoch zeichnet sich offenbar ab, dass die sportliche Führung in diesem Bereich neu aufgestellt werden könnte.
Bayern beschäftigt sich bereits mit möglichen Nachfolgern
Die Münchner sollen sich laut kicker bereits Gedanken darüber machen, wie die Scouting-Abteilung künftig strukturiert werden könnte. Dabei werden sowohl interne als auch externe Lösungen geprüft.
Konkrete Kandidaten für eine mögliche Schmadtke-Nachfolge werden bislang nicht genannt. Eine endgültige Entscheidung soll ohnehin erst fallen, wenn die Verantwortlichen eine überzeugende Lösung gefunden haben.
Eine Neubesetzung des Chefscout-Postens könnte auch Auswirkungen auf die Abläufe bei der Kaderplanung und auf dem Transfermarkt haben. Der FC Bayern müsste die Zuständigkeiten entsprechend neu verteilen und die Strukturen zunächst einspielen.
Die Verantwortlichen scheinen dieses Risiko jedoch in Kauf nehmen zu wollen. Für Schmadtke bedeutet das: Trotz der Rückendeckung von Eberl und Hainer stehen die Zeichen derzeit nicht zwingend auf eine langfristige Zukunft in München.
Bis Sommer 2027 besitzt er zwar noch einen Vertrag. Sollte sich die interne Kritik weiter verstärken und Bayern eine passende Nachfolgelösung finden, könnte die Zusammenarbeit möglicherweise schon vorher enden.

