Der FC Bayern hält auf dem Transfermarkt permanent Ausschau nach Spielern, die perspektivisch für den eigenen Kader interessant werden könnten. Dabei befindet sich offenbar auch ein alter Bekannter weiterhin auf dem Münchner Radar: Kenan Yildiz.
Der türkische Nationalspieler wurde viele Jahre am Bayern-Campus ausgebildet, entschied sich 2022 allerdings gegen eine Zukunft in München. Yildiz wechselte ablösefrei zu Juventus und entwickelte sich dort zu einem der begehrtesten Offensivspieler Europas.
Ganz aus den Augen verloren haben die Bayern ihren ehemaligen Nachwuchsspieler offenbar nie. Wie der Corriere dello Sport berichtet, gehört der deutsche Rekordmeister weiterhin zu den Klubs, die sich grundsätzlich eine Verpflichtung des Offensivstars vorstellen können.
Bayern beobachtet Yildiz weiterhin
Eine Rückkehr nach München hätte durchaus Brisanz. Yildiz hatte sich rückblickend kritisch über seine letzten Jahre beim FC Bayern geäußert und unter anderem fehlendes Vertrauen bemängelt. Sein Wechsel nach Turin erwies sich sportlich als richtiger Schritt.
Mittlerweile hat sich die Situation grundlegend verändert. Statt eines Nachwuchsspielers, der um seine Perspektive bei den Profis kämpft, wäre Yildiz heute ein potenzieller Königstransfer.
Die Bayern sind mit ihrem Interesse allerdings keineswegs allein. Auch Real Madrid soll den türkischen Nationalspieler weiterhin im Blick haben. Die Königlichen hatten sich bereits intensiver mit Yildiz beschäftigt, als die Zukunft von Vinicius Junior ungeklärt war. Obwohl der Brasilianer inzwischen verlängert hat, soll Yildiz in Madrid weiterhin ein Thema sein.
Auch der FC Arsenal wird als Interessent gehandelt. Juventus befindet sich damit in einer komfortablen Ausgangslage und hat wenig Interesse daran, seinen Offensivstar abzugeben.
Juventus ruft 100 Millionen Euro auf

Entsprechend hoch soll das Preisschild ausfallen. Laut Corriere dello Sport liegt die Schmerzgrenze der Turiner bei rund 100 Millionen Euro. Erst in dieser Größenordnung wäre Juventus offenbar bereit, sich ernsthaft mit einem Verkauf zu beschäftigen.
Ob die Bayern für Yildiz tatsächlich so tief in die Tasche greifen würden, ist fraglich. Zumal aktuell kein akuter Bedarf für einen weiteren offensiven Superstar besteht.
Vielmehr beschäftigen sich die Münchner mit der Frage, wie Luis Díaz auf der linken Außenbahn künftig besser entlastet werden kann. Ein zusätzlicher Flügelspieler gilt als mögliche Verstärkung, allerdings soll dabei eher ein Backup verpflichtet werden. Ein Transfer in der Größenordnung von 100 Millionen Euro wäre für diese Rolle kaum vorstellbar.
Yildiz dürfte deshalb vorerst eher eine interessante Zukunftsoption bleiben. Sollte sich die personelle Situation in der Bayern-Offensive verändern, könnte der frühere Münchner Nachwuchsspieler wieder konkreter in den Fokus rücken.
Eine Rückholaktion wäre mittlerweile allerdings alles andere als günstig: Vier Jahre nach seinem ablösefreien Bayern-Abschied müsste der Rekordmeister für Yildiz womöglich rund 100 Millionen Euro bezahlen.

