Tom Bischof überzeugte zuletzt im DFB-Team. Für Vincent Kompany ist das aber kein Grund, seine Bayern-Startelf automatisch anzupassen.
Tom Bischof hat sich während der Länderspielphase beim DFB in den Vordergrund gespielt. Gemeinsam mit Aleksandar Pavlovic überzeugte der 21-Jährige im zentralen Mittelfeld und sammelte weitere Argumente für mehr Einsatzzeit beim FC Bayern.
Vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel beim FC Augsburg wurde Vincent Kompany deshalb gefragt, ob die starken Auftritte Bischofs Auswirkungen auf seine Personalentscheidungen in München haben könnten. Der Bayern-Coach machte jedoch deutlich, dass er zwischen Nationalmannschaft und Klub klar trennt.
„Wir haben bisher erst sechs Spiele bestritten. Die Nationalmannschaft spielt bei meiner Entscheidung über die Startelf keine Rolle“, so Kompany.
Der Coach weiter: „Ich freue mich riesig, wenn die Spieler mit positiver Einstellung zurückkommen. Sollte das aber nicht der Fall sein, können sie das dort hinter sich lassen. Wir haben kürzlich Union mit 7:0 geschlagen.“
Kompany verwies auf seine eigenen Erfahrungen in der Nationalelf: „Das habe ich bei Belgien gelernt – in der Nationalmannschaft lief es nicht immer perfekt. Obwohl ich in meiner Vereinskarriere in Bestform war, kam ich oft mit niedergeschlagener Stimmung zurück. Damals habe ich gelernt, diese Gefühle bei der Nationalmannschaft hinter mir zu lassen. So gehe ich auch jetzt als Trainer damit um. Die Spieler sollten die guten Dinge mit zurück zum Verein nehmen und die schlechten bei der Nationalmannschaft lassen.“
Der 40-Jährige stellte klar: „Was diese Fragen zu Bischof und Kimmich angeht – ich weiß, dass ihr daran gedacht habt, auch wenn ihr den Namen nicht erwähnt habt –, habe ich nicht vergessen, wie unsere letzten Vereinsspiele gelaufen sind, und ich habe auch nicht vergessen, wer gegen Union Berlin, Bodø, Dortmund im Supercup und Stuttgart gut gespielt hat. Das berücksichtige ich.“
Kompany setzt weiter auf die Leistungen im Bayern-Trikot
Die Botschaft des Belgiers ist damit klar: Starke Auftritte für die Nationalmannschaft können Selbstvertrauen geben, ändern aber nicht automatisch die Hierarchie beim FC Bayern. Für Kompany zählt in erster Linie, was seine Spieler im täglichen Training und in den vergangenen Klubspielen gezeigt haben.
Gerade im zentralen Mittelfeld ist die Konkurrenz groß. Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic bildeten zuletzt regelmäßig die erste Wahl, während Bischof dahinter auf seine Chance wartet.
Bischof gilt als erste Alternative hinter Kimmich und Pavlovic. Seine DFB-Auftritte haben diese Ambitionen zuletzt unterstrichen. Zusammen mit Pavlovic überzeugte Bischof im deutschen Mittelfeld und spielte sich damit erneut in den Fokus.
Kompany will sich davon bei seiner Startelfwahl allerdings bewusst nicht treiben lassen. Für den Bayern-Trainer zählt vielmehr die Entwicklung über einen längeren Zeitraum – und dabei haben sich Kimmich, Pavlovic und Co. in den bisherigen Vereinsspielen bereits einen Vorsprung erarbeitet.

