
Danks anders als Bayern-Trainer Kompany? „Gibt natürlich Unterschiede“
Vincent Kompany fehlt dem FC Bayern derzeit aus gesundheitlichen Gründen. Während sich der Cheftrainer von seinem gesundheitlichen Zwischenfall erholt, steht Aaron Danks an der Seitenlinie und übernimmt gemeinsam mit dem Trainerteam die Verantwortung. Vor dem Bundesliga-Klassiker gegen Borussia Dortmund sprach der Engländer darüber, worin sich seine Arbeit von der seines Vorgesetzten unterscheidet – und machte deutlich, dass er Kompany nicht einfach kopieren soll.
„Es gibt natürlich Unterschiede. Vincent meinte immer, dass wir als Co-Trainer keine Mini-Vinnys sind, die genau dasselbe machen sollen wie er“, erklärte Danks auf der Pressekonferenz. Innerhalb des Trainerteams sei vielmehr jeder dazu angehalten, seine eigenen Qualitäten einzubringen.
Der Co-Trainer betonte, dass die unterschiedlichen Charaktere und Fähigkeiten im Trainerstab eine Stärke seien. „Wir sind alle unterschiedlich und haben unterschiedliche Stärken. Wir ergänzen uns gut und haben dieselbe Vision – auch wenn wir unterschiedliche Stärken und Ansichten haben“, führte Danks aus.
Kompany bringe dabei insbesondere seine Führungsqualitäten und seine Erfahrungen aus der aktiven Spielerkarriere ein. „Vincent passt da perfekt rein mit seiner Art zu führen und seiner Erfahrung als Spieler“, sagte der Engländer über den Bayern-Coach.
In der Trainingsarbeit bleibt vieles gleich
Trotz der unterschiedlichen Ansätze sieht Danks im täglichen Trainingsbetrieb keine grundlegenden Veränderungen. „Aber in der Trainingsarbeit hat sich nicht so viel geändert und da haben wir weiter viel Spaß“, erklärte er.
Damit zeichnet der 42-Jährige ein Bild eines Trainerteams, das auch ohne seinen Chefcoach nach einer gemeinsamen Linie arbeitet. Die Aufgaben sind auf mehrere Schultern verteilt, die grundsätzliche Spielidee bleibt bestehen.
Seit dem Ausfall von Kompany übernimmt Danks auch die Rolle an der Seitenlinie und weiß in seiner neuen Funktion durchaus zu überzeugen: Bislang stehen ein 3:1-Sieg in Freiburg und das 6:1 im DFB-Pokal gegen Magdeburg zu Buche.
Dass Danks die Rolle des Cheftrainers während Kompanys Abwesenheit bislang überzeugend ausfüllt, kommt auch bei den Verantwortlichen gut an. Sportvorstand Max Eberl sprach dem Engländer zuletzt ein Sonderlob aus.
Der Bayern-Boss zeigte sich mit dessen Arbeit und der Art, wie er die Mannschaft in der aktuellen Situation führt, sehr zufrieden. Gegen Dortmund wird Danks nun erneut in der Verantwortung stehen und versuchen, die gemeinsame Vision auf dem Platz umzusetzen.
