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„Wir brauchen jeden Einzelnen“: Laimer sorgt sich um Bayerns Verletzte

Von Manuel Behlert · · 3 Min Lesezeit

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Konrad Laimer gehörte beim 2:2 gegen Borussia Dortmund zu den auffälligsten Spielern des FC Bayern. Der Österreicher brachte die Münchner in der ersten Halbzeit in Führung und wurde anschließend sogar zum Spieler des Spiels gewählt. Wirklich freuen konnte sich der 29-Jährige darüber allerdings nicht. Zu groß war die Enttäuschung über den verpassten Sieg und die zahlreichen Verletzungen beim Rekordmeister.

Die Bayern hatten gegen den BVB deutlich mehr vom Spiel und erspielten sich zahlreiche hochkarätige Möglichkeiten. Mit einem Expected-Goals-Wert von 4,18 und insgesamt sechs Großchancen hätte die Mannschaft von Aaron Danks deutlich mehr als zwei Treffer erzielen können.

Am Ende stand dennoch nur ein Unentschieden. Besonders bitter: Dortmund nutzte seine wenigen Möglichkeiten konsequent und kam in der Schlussphase durch Fabio Silva zum 2:2-Ausgleich. Laimer machte nach dem Abpfiff deutlich, wie sehr ihn das Ergebnis ärgerte.

Laimer hadert mit Bayerns Chancenwucher

„Wir haben genug Chancen, um hier mehr Tore zu machen. Dortmund hatte in der zweiten Halbzeit nicht mehr Chancen als die, die sie genutzt haben“, erklärte der österreichische Nationalspieler bei Sky.

Tatsächlich hatte der FC Bayern mehrfach die Gelegenheit, die Partie vorzeitig zu entscheiden. Michael Olise traf früh den Pfosten, Harry Kane scheiterte mit einem Elfmeter an der Latte und Lennart Karl hatte in der Nachspielzeit ebenfalls Aluminiumpech.

Laimer wollte die mangelhafte Chancenverwertung allerdings nicht überbewerten.

„Wir haben das Ding nicht reingebracht heute, solche Spiele gibt es einmal. Das passiert. Am Ende gehen wir hier mit einem 2:2 raus und das fühlt sich für sie natürlich besser an als uns.“

Auch seine persönliche Auszeichnung als Spieler des Spiels konnte die Enttäuschung nicht lindern.

Schließlich hatten die Münchner nicht nur zwei wichtige Punkte im Kampf um die Tabellenführung liegen gelassen, sondern auch drei Offensivspieler verletzungsbedingt verloren.

„Wir brauchen jeden einzelnen Spieler“

Konrad Laimer
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Besonders die Ausfälle von Ismael Saibari, Serge Gnabry und Michael Olise bereiten dem Defensiv-Allrounder Sorgen. „Es ist nie schön, wenn man ein Spiel beginnt und ein Spieler ausfällt, dann ein anderer und dann noch einer. Das hilft einem sicherlich nicht dabei, in den Rhythmus des Spiels zu kommen“, erklärte Laimer.

Während Saibari und Gnabry bereits in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden mussten, erwischte es Olise in der Schlussphase.

Vor allem bei Saibari deutet sich eine ernsthaftere Verletzung an. Der Marokkaner verließ die Allianz Arena nach dem Spiel auf Krücken. „Ich hoffe, dass die Verletzungen für die Jungs nicht zu ernst sind. Ich drücke die Daumen, dass sie so schnell wie möglich zurück sind und nicht zu lange ausfallen“, betonte Laimer.

Angesichts der ohnehin angespannten Personalsituation appellierte der Österreicher an den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. „Ich habe es schon oft gesagt, und wir alle haben es gesagt: Wir brauchen jeden einzelnen Spieler. Es gibt so viele Spiele, und wir wollen in jedem Wettbewerb ganz nach vorn.“

Für den 29-Jährigen steht fest, dass die Bayern ihre ambitionierten Saisonziele nur mit einem möglichst vollständigen Kader erreichen können. „Um das zu schaffen, braucht man jedes Mitglied des Kaders, und idealerweise wollen wir alle zur Verfügung haben. Wir halten zusammen und unterstützen uns gegenseitig.“

Nach dem enttäuschenden Klassiker richtet sich der Blick beim FC Bayern deshalb nicht nur auf die vergebenen Chancen, sondern vor allem auf die medizinischen Untersuchungen der verletzten Spieler.

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