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„Das haben die Bayern angefangen!“: Hamann kritisiert Umgang mit Karl

Von Vjekoslav Keskic · · 3 Min Lesezeit

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Die öffentliche Kritik an Lennart Karl sorgt beim FC Bayern weiter für Diskussionen. Sky-Experte Didi Hamann kann den Umgang der Münchner Verantwortlichen mit dem 18-jährigen Offensivtalent nicht nachvollziehen und erhebt deutliche Vorwürfe.

Beim FC Bayern herrscht derzeit reichlich Wirbel um Lennart Karl. Nachdem Ehrenpräsident Uli Hoeneß den Youngster öffentlich zu mehr Demut aufgefordert und dessen Auftreten in den sozialen Medien kritisch hinterfragt hatte, entwickelte sich eine kontroverse Debatte. Auch Karls Berater Michael Ballack und Sportvorstand Max Eberl schalteten sich ein.

Besonders deutlich positionierte sich nun Didi Hamann. Der ehemalige Bayern-Profi kritisierte bei Sky nicht nur die öffentlichen Aussagen der Verantwortlichen, sondern auch den sportlichen Umgang mit dem 18-Jährigen. Für Hamann kommt die Diskussion zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.

Vor allem die Kritik an Karls privatem Auftreten stößt dem 53-Jährigen sauer auf. Mit Blick auf dessen Kleidung und Beziehung stellte Hamann unmissverständlich klar: „Die beiden geht es aber nichts an, was der anzieht und mit wem der zusammen ist.“ Gemeint waren die Bayern-Verantwortlichen, die sich zuletzt öffentlich mit dem Nachwuchsspieler beschäftigt hatten.

Hamann schießt gegen Hoeneß und Eberl

Nach Ansicht des Sky-Experten hätte der FC Bayern mögliche Kritikpunkte intern ansprechen müssen. Hamann verwies dabei auf die jüngsten Aussagen von Max Eberl, der sich gegen öffentliche Auseinandersetzungen ausgesprochen hatte. „Max Eberl sagt gestern: So was macht man nicht in der Öffentlichkeit. Ja, das haben die Bayern aber angefangen“, wetterte Hamann.

Zudem erinnerte er daran, dass Karl erst 18 Jahre alt ist und nach einer Verletzung noch um seine Form kämpft. Dass der Youngster nach seinem starken Durchbruch nun mit Leistungsschwankungen zu kämpfen habe, sei ein völlig normaler Entwicklungsprozess.

Hamann sieht allerdings auch die sportliche Führung in der Verantwortung. Seiner Meinung nach bekommt Karl derzeit nicht genügend Möglichkeiten, um wieder seinen Rhythmus zu finden. „Das heißt, wie soll er denn in einen Rhythmus kommen oder Form bekommen, wenn sie ihn nicht spielen lassen?“, fragte der ehemalige Nationalspieler.

„Man hat ja fast das Gefühl, dass sie dem Jungen was Böses wollen“

Lennart Karl
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Besonders die Personalentscheidungen beim jüngsten Bundesliga-Klassiker gegen Borussia Dortmund sorgten bei Hamann für Unverständnis. Trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Ismael Saibari und Serge Gnabry blieb Karl zunächst außen vor.

Hamann hätte erwartet, dass die Münchner ihr Offensivtalent früher ins Spiel bringen. Stattdessen erhielt Josip Stanisic den Vorzug. Der Sky-Experte formulierte daraufhin einen bemerkenswerten Vorwurf: „Also, man hat ja fast das Gefühl, dass sie dem Jungen was Böses wollen.“

Auf Nachfrage relativierte Hamann seine Aussage nicht grundsätzlich, sondern bekräftigte seine Kritik an der Entscheidung: „Und den Stanisic vor Karl einzuwechseln, ich glaube, das haben die wenigsten verstanden.“

Für Hamann steht fest, dass der FC Bayern aufgrund der aktuellen Verletzungssorgen in den kommenden Wochen verstärkt auf Karl angewiesen sein wird. Umso wichtiger sei es, dem Offensivspieler Vertrauen und Einsatzzeiten zu geben, anstatt ihn öffentlich unter Druck zu setzen.

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