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IMAGO / kolbert-press

Verletzungsmisere wird immer größer! Bayern-Boss spricht über Winter-Transfers

Von Manuel Behlert · · 3 Min Lesezeit

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Die Verletzungsmisere beim FC Bayern nimmt immer größere Ausmaße an. Nach dem 2:2 gegen Borussia Dortmund drohen dem deutschen Rekordmeister gleich mehrere weitere Ausfälle in der Offensive. Dennoch sieht Vorstandschef Jan-Christian Dreesen aktuell keinen zwingenden Handlungsbedarf auf dem Transfermarkt. Der Bayern-Boss hat sich nach dem Bundesliga-Klassiker überraschend zurückhaltend zu möglichen Wintertransfers geäußert.

Schon vor dem Duell mit dem BVB war die personelle Situation angespannt. Jamal Musiala arbeitet weiterhin an seinem Comeback, während Luis Díaz ebenfalls noch mehrere Wochen fehlen wird. Gegen Dortmund erwischte es nun auch Ismael Saibari, Serge Gnabry und Michael Olise.

Besonders bei Saibari und Gnabry deutet sich eine längere Zwangspause an. Der Marokkaner verließ die Allianz Arena nach dem Spiel auf Krücken, während Gnabry offenbar eine Muskelverletzung erlitten hat. Auch Olise musste angeschlagen ausgewechselt werden und humpelte anschließend aus dem Stadion.

Dreesen: „Glaube nicht, dass wir nachlegen müssen“

Angesichts der wachsenden Verletztenliste stellt sich zwangsläufig die Frage, ob der FC Bayern im Winter auf dem Transfermarkt aktiv werden muss.

Dreesen sieht dafür derzeit allerdings keinen unmittelbaren Anlass. „Nein, ich glaube nicht, dass wir nachlegen müssen. Lucho ist auf einem guten Weg, Jamal wird zeitnah zurückkommen. Man sollte sich da nicht zu verfrüht auf irgendetwas festlegen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende nach dem Klassiker.

Mit „Lucho“ ist Luis Díaz gemeint, dessen Rückkehr die Münchner offenbar bereits fest im Blick haben.

Auch bei Musiala rechnet Dreesen demnach mit einer baldigen Rückkehr. Der deutsche Nationalspieler befindet sich nach seiner Verletzung weiterhin im Aufbautraining.

Die Aussagen des Bayern-Bosses machen deutlich, dass die Verantwortlichen zunächst auf die Genesung ihrer angeschlagenen Leistungsträger setzen, statt vorschnell neue Spieler zu verpflichten.

Eine endgültige Absage an mögliche Wintertransfers ist das allerdings nicht. Dreesen ließ ausdrücklich offen, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickeln könnte.

Bayern-Offensive droht personeller Engpass

Aaron Danks
IMAGO / DeFodi Images

Sollten Saibari, Gnabry und Olise tatsächlich länger ausfallen, würde sich die Lage für den Rekordmeister erheblich verschärfen. Von den sieben etablierten Offensivspielern wären dann lediglich Harry Kane und Lennart Karl einsatzbereit.

Besonders problematisch ist dabei die hohe Belastung in den kommenden Wochen. Noch vor der nächsten Länderspielpause stehen für die Münchner wichtige Partien gegen Atlético Madrid in der Champions League und Mainz 05 in der Bundesliga auf dem Programm.

Für Interimstrainer Aaron Danks, der den weiterhin erkrankten Vincent Kompany vertritt, könnte die Kaderplanung damit zur Herausforderung werden.

Trotz der personellen Probleme bleibt der FC Bayern in der laufenden Saison wettbewerbsübergreifend ungeschlagen.

Allerdings hat das 2:2 gegen Dortmund auch gezeigt, dass die Münchner im Meisterschaftsrennen einen ernsthaften Konkurrenten haben.

Auf die Frage, ob er mit einem spannenden Titelkampf rechne, antwortete Dreesen: „Es kann sich zumindest nach jetzigem Stand keiner beschweren, dass die Liga nicht spannend ist, das hat man heute wieder gesehen“.

Bayern und Dortmund stehen nach acht Spieltagen punktgleich an der Tabellenspitze.

Während die Münchner sportlich weiterhin auf Kurs liegen, dürfte in den kommenden Tagen vor allem die Frage im Mittelpunkt stehen, wie schwer die Verletzungen von Saibari, Gnabry und Olise tatsächlich sind.

Erst wenn die Diagnosen vorliegen, lässt sich abschätzen, ob die aktuelle Zurückhaltung der Bayern auf dem Transfermarkt Bestand haben wird.

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