Die deutsche Nationalmannschaft gewann am Samstag auch ihr zweites Spiel bei der WM 2026. Diesmal reichte es zu einem Sieg gegen die Elfenbeinküste. Beim Gegentor sah ein Bayern-Star aber nicht überragend aus.
Vorher war schon klar, worauf es genau ankommen würde: Die deutsche Mannschaft muss versuchen, die starken und schnellen Flügelspieler der Ivorer zu stoppen. Dabei kam es natürlich auch auf Joshua Kimmich an. Der Bayern-Star, der in der Nationalelf als rechter Verteidiger spielt, musste es mit Yan Diomande aufnehmen.
Nun ist der entscheidende Punkt aber, dass Kimmich gerne ins Zentrum rückt, dadurch mehr Einfluss auf das Spiel haben will. Und genau das sorgt dann dafür, dass es hinten rechts die ein oder andere Lücke gibt.
Beim Gegentor zum 0:1 wurde er überlaufen, Diomande konnte so in die Mitte passen. Auch, weil Kimmichs Abstimmung mit dem zu Hilfe eilenden Nmecha nicht gut passte in der Situation.
Müller-Kritik an Kimmich
Ex-Bayern-Star Thomas Müller, der als Experte für Magenta TV dieses Turnier begleitet, sah Kimmich beim Gegentor kritisch.
„Wenn wir gegen schnelle Außenspieler kommen, dann muss dieses Doppeln anders genutzt werden. Nene Brown hat das immer wieder angezeigt mit seiner Körpersprache. Der hat das mit Flo Wirtz ein bisschen besser gemacht auf der linken Seite. Jo hat einen dazubekommen, aber muss dann eben Longline schließen, wenn der zweite Mann dabei ist. Und dann auch aggressiver in den Zweikampf rausstechen”, erklärte Müller.

Bundestrainer Julian Nagelsmann erklärte später: „Wir müssen einfach früher verteidigen. Wir machen es eigentlich super. Wir haben eigentlich nur eine Seite zu verteidigen. Leider attackieren wir ein bisschen zu spät. Und dann wird es schwer, wenn er ins Laufen kommt.“
In jedem Fall ist die Kimmich-Thematik eine, die für den Bundestrainer bei diesem Turnier noch zu einem entscheidenden Faktor erden kann. Hier müssen bessere Lösungen gefunden werden.

