Schwalbenkönig? Bayern-Star Harry Kane kassiert überraschende Kritik

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Harry Kane gehört bei der Weltmeisterschaft zu den prägenden Spielern der englischen Nationalmannschaft. Kurz vor dem Halbfinale gegen Argentinien erhält der Torjäger des FC Bayern dennoch überraschende Kritik – und zwar von einer englischen Fußball-Legende.

Mit sechs Treffern in sechs Spielen hat Harry Kane großen Anteil am erfolgreichen WM-Verlauf der Three Lions. Der Kapitän führt England ins Halbfinale gegen Titelverteidiger Argentinien und zählt gleichzeitig zu den Favoriten auf die Torjägerkanone.


Ausgerechnet jetzt meldet sich jedoch Ex-Nationalspieler Tony Woodcock mit kritischen Worten zu Wort.

Woodcock stört sich an Kanes Verhalten

Im Gespräch mit ran lobte der frühere England-Stürmer zwar die Qualitäten des Bayern-Angreifers, bemängelte aber dessen Verhalten auf dem Platz. „Was mich stört, ist, dass er etwas zu einfach zu Boden geht“, erklärte Woodcock. Gleichzeitig relativierte der 70-Jährige seine Kritik: „Er ist damit aber nicht der Einzige im heutigen Fußball.“

An Kanes grundsätzlichen Fähigkeiten lässt die England-Legende dagegen keinen Zweifel. „Harry schießt einfach Tore“, betonte Woodcock. Auch die häufigen Ausflüge des Bayern-Stars ins Mittelfeld sieht er nicht grundsätzlich kritisch.

„Bei Bayern bekommt Kane den Service“

Harry Kane
Foto: Getty Images

Deutlich kritischer fällt Woodcocks Urteil über die Spielweise der englischen Nationalmannschaft aus. „Kane braucht Bälle im Strafraum, wie auch Haaland bei Norwegen zum Beispiel. Aber genau das fehlt uns momentan“, erklärte der ehemalige Stürmer.

Nach seiner Einschätzung spiele England zu häufig mit vielen Ballkontakten, anstatt schnell den Weg in den Strafraum zu suchen. „Alle spielen inzwischen mit so vielen Ballkontakten, damit kommt man aber nicht in den wichtigen Teil des Fußballfeldes. Und das ist der Strafraum.“

Dabei zog Woodcock auch einen Vergleich zum FC Bayern.

„Bei Bayern kriegt Kane den Service. Er hat zwar schon sechs Tore bei dieser WM, aber wenn wir nicht nach vorne Richtung Strafraum spielen, dann sieht man ihn nicht.“

Den Wechsel des Angreifers nach München bewertet Woodcock dagegen weiterhin äußerst positiv. „Er ist in ein anderes Land gewechselt, zu einem Verein, der gefühlt der bestgeführte Verein auf und neben dem Platz ist. Keiner spricht mehr über die 100 Millionen Euro Ablöse“, stellte der frühere Nationalspieler klar.

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