Der Wechsel von Julian Nagelsmann zum FC Bayern liegt mittlerweile fünf Jahre zurück. Dennoch wirkt der damalige Millionen-Deal bis heute nach. Rund um das bevorstehende Testspiel gegen RB Leipzig wird nun eine ungewöhnliche Vereinbarung aus dem damaligen Trainer-Transfer relevant – und die beschert den Sachsen garantierte Einnahmen in Millionenhöhe.
Am Samstag empfängt der FC Bayern RB Leipzig im Rahmen des Telekom Cups in der Allianz Arena. Für beide Mannschaften ist die Partie einer der letzten Härtetests vor dem Start in die Pflichtspielsaison.
Allerdings handelt es sich keineswegs um ein gewöhnliches Vorbereitungsspiel. Wie die BILD berichtet, wurde die Begegnung bereits vor Jahren im Zuge des Wechsels von Julian Nagelsmann nach München vereinbart.
Nagelsmann hatte Leipzig im Sommer 2021 verlassen, um beim deutschen Rekordmeister die Nachfolge von Hansi Flick anzutreten. Die Bayern zahlten damals bereits eine hohe Ablöse für den Trainer. Zusätzlich wurde offenbar ein sogenanntes Ablösespiel als weitere Kompensation vereinbart.
Genau dieses wird jetzt ausgetragen.
Leipzig kassiert garantierte drei Millionen Euro
Nach Informationen der BILD erhält RB Leipzig durch die Partie garantierte drei Millionen Euro. Für die Bayern bedeutet das allerdings nicht zwangsläufig, dass diese Summe vollständig aus der eigenen Kasse finanziert werden muss.
Da die Begegnung in der Allianz Arena stattfindet, gehen die Einnahmen des Spiels an den Gastgeber. Durch Ticketverkäufe und weitere Erlöse rund um die Partie können die Münchner somit einen erheblichen Teil der vereinbarten Zahlung selbst erwirtschaften.
Dass die Partie erst rund fünf Jahre nach Nagelsmanns Wechsel ausgetragen wird, macht die Geschichte dennoch außergewöhnlich. Der 39-Jährige ist schließlich längst nicht mehr Trainer des FC Bayern. Seine Amtszeit in München endete bereits im März 2023.
Sportlich hat die damalige Vereinbarung für Nagelsmann somit keinerlei Bedeutung mehr. Finanziell wirkt sein Wechsel allerdings bis heute nach.
Der Telekom Cup wird dabei wie ein reguläres Fußballspiel über zweimal 45 Minuten ausgetragen. Sollte es nach der regulären Spielzeit unentschieden stehen, geht es ohne Verlängerung direkt ins Elfmeterschießen. Anschließend wird dem Sieger der Pokal überreicht.
Auch der Eberl-Wechsel hat noch Folgen

Für die Bayern ist die Nagelsmann-Vereinbarung offenbar nicht einmal das letzte offene Ablösespiel mit RB Leipzig.
Solche Klauseln sind bei den Sachsen durchaus üblich. Laut BILD wurde auch beim Wechsel von Max Eberl nach München eine entsprechende Partie vereinbart.
Eberl war Anfang 2024 zum FC Bayern gewechselt und übernahm dort den Posten des Sportvorstands. Zuvor war er bei RB Leipzig als Geschäftsführer Sport tätig gewesen. Auch für seinen Wechsel soll demnach noch ein Testspiel zwischen beiden Vereinen ausstehen.
Zunächst wird jedoch die Nagelsmann-Vereinbarung abgearbeitet. Jahre nachdem der Trainer sowohl Leipzig als auch den FC Bayern verlassen hat, beschert sein damaliger Wechsel RB damit noch einmal garantierte Einnahmen von drei Millionen Euro.
Für die Münchner ist die Partie gleichzeitig sportlich wertvoll. Eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel bietet der Vergleich mit einem Bundesliga-Konkurrenten einen echten Härtetest. Und dank der Einnahmen in der gut besuchten Allianz Arena dürfte sich auch die ungewöhnliche Millionenrechnung aus dem Nagelsmann-Deal zumindest teilweise selbst finanzieren.

