
Olise fehlt gegen Arsenal: Díaz soll zur Bayern-Geheimwaffe werden
Der FC Bayern steht vor einer schwierigen Aufgabe. Am Mittwoch empfängt der deutsche Rekordmeister den FC Arsenal in der Champions League und muss dabei ausgerechnet auf Michael Olise verzichten. Der Franzose ist nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Viking Stavanger gesperrt. Doch nach dem furiosen 6:1-Erfolg gegen RB Leipzig gibt es neue Hoffnung: Luis Díaz hat sich mit seinem Dreierpack eindrucksvoll zurückgemeldet und könnte zum entscheidenden Faktor gegen die Londoner werden.
Bis vor wenigen Tagen gehörte Díaz noch zu den Sorgenkindern der Münchner Offensive. Der 29-Jährige ließ zahlreiche Großchancen liegen und wirkte vor dem gegnerischen Tor häufig glücklos.
Gegen Leipzig platzte der Knoten allerdings eindrucksvoll. Drei Treffer, eine Vorlage und zahlreiche gefährliche Aktionen machten den Kolumbianer zum überragenden Spieler des Abends.
Eberl setzt große Hoffnungen auf Díaz
Für die Bayern kommt die Leistungsexplosion zum perfekten Zeitpunkt. Mit Olise fehlt gegen Arsenal einer der wichtigsten Offensivspieler der Mannschaft.
Der Franzose kommt in der laufenden Saison bereits auf neun Treffer und fünf Vorlagen in zehn Pflichtspielen. Gemeinsam mit Harry Kane war er zuletzt der wichtigste Faktor im Münchner Angriffsspiel.
Umso größer ist nun die Verantwortung für Díaz. „Lucho ist ein unglaublich wichtiger Spieler für uns – gerade für das Spiel am Mittwoch“, betonte Sportvorstand Max Eberl nach dem Leipzig-Spiel.
In den vergangenen Wochen liefen viele Bayern-Angriffe über die rechte Seite mit Olise und Konrad Laimer. Gegen Arsenal könnte sich der offensive Schwerpunkt jetzt stärker auf die linke Seite verlagern.
Dort soll Díaz mit seinem Tempo, seinen Dribblings und seiner wiedergefundenen Abschlussstärke für Gefahr sorgen.
Sonderurlaub als Schlüssel zur Leistungsexplosion?

Eberl hat auch eine Erklärung dafür, warum der Kolumbianer plötzlich wieder so treffsicher ist.
Während der jüngsten Länderspielpause erhielt Díaz zwei Wochen Sonderurlaub und konnte sich von den Belastungen der vergangenen Monate erholen. „Lucho hat es gutgetan, dass er in der Länderspielpause nicht zu seiner Nationalmannschaft reisen musste und sich ein bisschen erholen konnte“, erklärte Eberl.
Nach einer kräftezehrenden Saison mit 51 Pflichtspielen und 49 Torbeteiligungen sowie der anschließenden Weltmeisterschaft hatte Díaz offenbar Zeit gebraucht, um wieder sein gewohntes Leistungsniveau zu erreichen.
„Er hat es in den vergangenen Spielen gegen Augsburg und Stavanger schon angedeutet, dass er wieder in Form kommt. Da ist es umso schöner, dass er sich gegen Leipzig belohnt hat mit den drei Toren“, so der Bayern-Boss.
Während Díaz rechtzeitig in Form kommt, muss Kompany auf der rechten Offensivseite eine Lösung finden. Lennart Karl gilt als möglicher Ersatz für Olise. Auch Serge Gnabry ist eine Option.
Fest steht: Ohne Olise wird das Angriffsspiel der Bayern gegen Arsenal anders aussehen müssen. Sollte Díaz seine Leipziger Gala-Form bestätigen, könnte der Rekordmeister den Ausfall des Franzosen zumindest teilweise auffangen.
