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3 Gründe warum Thomas Müller den FC Bayern im Winter nicht verlassen wird

Thomas Müller
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Thomas Müller bestimmt derzeit die Schlagzeilen beim FC Bayern. Der 30-jährige Stürmer ist mittlerweile zu einem echten „Problemfall“ geworden. Aktuellen Medienberichten zufolge wird ein Wechsel im Winter im offensichtlicher, an Interessen für den ehemaligen Stürmer mangelt es demnach nicht. Ob Müller den Verein nach knapp 20 Jahren im Winter tatsächlich den Rücken kehrt, weiß dieser vermutlich zum aktuellen Zeitpunkt selbst nicht. Wir haben jedoch drei (gute) Gründe, warum der Ur-Bayer den deutschen Rekordmeister nicht verlassen wird.

In den vergangenen Wochen vergeht nahezu kein Tag ohne eine neue „Müller-Schlagzeile“. Am heutigen Mittwoch sind es neue Transfergerüchte rund um Inter Mailand und Müller welche derzeit von Fans, Experten und Medien heißt diskutiert werden. Während alle eine Meinung zu Müller und dessen sportlicher Zukunft beim deutschen Rekordmeister haben, scheint der 30-jährige selbst mittlerweile genervt zu sein über die anhaltende Debatten rund um seine Person: „Ich versuche, mich aufs Fußballspielen zu konzentrieren. Langsam können die ganzen Diskussionen auch mal ein bisschen zu Ende gehen.“ Kurios: Müller selbst hatte in der Länderspielpause mit einem Interview im kicker den Stein ins rollen gebracht, als er öffentlich andeutete, dass er sich durchaus Gedanken darüber macht wie es mit ihm weiter geht, sollte sich an seinem Reservistendasein in absehbarer Zeit nichts ändern.

Auch wenn ein Wechsel derzeit so offensichtlich und nah, wie noch nie zuvor in der Müller-Ära beim FCB, scheint, haben wir dennoch drei 3 Gründe weshalb es im Winter nicht zu einem Transfer kommen wird.

1. Müller kämpft um seine Rolle beim FC Bayern

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12 Spiele hat Thomas Müller in der laufenden Saison bisher für den FC Bayern absolviert, zumeist kam er dabei von der Ersatzbank. Seinen Stammplatz im offensiven Mittelfeld hat er an Sommer-Neuzugang Philippe Coutinho verloren. Im Gegenteil zu anderen unzufriedene FCB-Profis wie z.B. Javier Martinez oder Jerome Boateng ist Müller jedoch deutlich näher an der „ersten Elf“ dran. Ein Indiz dafür ist unter anderem die Tatsache, dass der Angreifer in allen acht Bundesliga-Spielen bis dato zum Einsatz kam. Müller selbst hat den „Kampf“ um seinen Stammplatz eigenen Aussagen zufolge bereits angenommen: „Was den Konkurrenzkampf betrifft, werde ich nicht lockerlassen und im Training und bei den Spielen weiterhin alles geben. Ich bin fest davon überzeugt, dass ich dem Team mit meinen Fähigkeiten auf dem Platz weiterhelfen kann.“

2. Der FC Bayern braucht die Identifikationsfigur Thomas Müller

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Mit Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm und zuletzt Arjen Robben und Franck Ribery haben in den vergangenen Jahren zahlreiche „Fanlieblinge“ den FC Bayern verlassen. Mit knapp 20 Jahren Vereinszugehörigkeit ist Thomas Müller der letzte „Ur-Bayer“ im aktuellen Kader der Münchner. Auch Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge betonte zuletzt, welches Standing Müller beim FCB hat: „Thomas ist ob seiner Herkunft, Qualität und Ausbildung bei uns im Klub ein wichtiger Teil des FC Bayern. Darüber gibt es eine klare Meinung.“

Die Verantwortlichen in München würden sich selbst keinen Gefallen tun, wenn Sie Müller im Winter „vom Hof jagen“, so wie man es Ende der vergangenen Saison bei Jerome Boateng versucht hat. Dies würde nicht nur die eigenen Fans auf die Barrikaden treiben, sondern auch für Unruhe innerhalb der Mannschaft sorgen. Joshua Kimmich sprach sich vor kurzem öffentlich für Müller aus als er betonte, dass er sich einen FCB ohne Müller nicht vorstellen könne: „Da würde eine große Identifikationsfigur fehlen.“

3. Die Verletzungen von Süle und Hernandez

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Mit Niklas Süle und Lucas Hernandez haben sich binnen weniger Tage zwei Leistungsträger beim FC Bayern (schwer) verletzt. Beiden werden längere Zeit ausfallen und in der FCB-Defensive herrscht damit der „Personalnotstand“. Solch ein Szenario ist grundsätzlich immer möglich, auch in der Offensive. Auch wenn die Bayern in der Offensive durchaus gut aufgestellt sind, würde ein Verkauf von Müller im Winter unter Umständen einen unnötigen Engpass herbeiführen. Zumal Müller im Angriff flexibel einsetzbar ist, er kann sowohl im offensiven Mittelfeld spielen, auf dem rechten Flügel oder als Lewandowski-Ersatz in der Sturmzentrale.

Es wird spannend zu sehen wie sich die Geschichte rund um Müller in den kommenden Wochen und Monaten weiter entwickelt. Wir gehen davon aus, dass der Stürmer den FC Bayern im Winter nicht vorzeitig verlassen wird. Im Sommer hingegen könnte die ganze Sache wieder rum deutlich anders ausehen.