FC Bayern News

Manuel Neuer: „Da müssen wir Spieler uns an die eigene Nase fassen“

Manuel Neuer
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Die FCB-Verantwortlichen und -Spieler zeigten sich nach dem Zittersieg gegen Olympiakos Piräus durchaus selbstkritisch, allen voran Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Auch nach der Rückkehr in München war die Unzufriedenheit noch deutlich zu spüren. Allen voran Kapitän Manuel Neuer ist mit der Art und Weise wie sich das Team in den letzten Wochen präsentiert hat nicht zufrieden. Der 33-jährige sucht jedoch keine Ausreden, sondern nimmt seine Mitspieler und sich selbst in die Pflicht.

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge fand auf der mitternächtlichen Bankett in Piräus deutlich Worte für die zuletzt gezeigten Leistungen der Bayern und wies darauf hin, dass die Münchner in den kommenden Wochen nicht so weitermachen können wie bisher. Die Rede von Rummenigge scheint bei den Spielern durchaus angekommen zu sein. Bei der gestrigen Ankunft in München zeigte sich vor allem Manuel Neuer selbstkritisch und unzufrieden mit der aktuellen Situation.

Neuer über die aktuellen Probleme beim FCB: Die Balance stimmt nicht

Unmittelbar nach dem Piräus-Spiel trat Manuel Neuer, als einer der Ersten, vor die Mikrofone und TV-Kameras und stellte sich den Fragen der Journalisten. Der 33-jährige war sichtlich angefressen und machte daraus kein Geheimnis. Der FCB-Kapitän bemängelte vor allem das Defensiv-Verhalten seiner Teamkollegen. Am Mittwoch wiederholte Neuer seine „Kritik“ bei der Ankunft am Münchner Flughafen: „Die Balance, die wir haben – offensiv und defensiv -, das stimmt einfach nicht ganz bei uns.“ Neuer sucht keine Alibis und Entschuldigungen und nahm sich und seine Mitspieler in die Pflicht es in den kommenden Spielen besser zu machen: „Da müssen wir Spieler uns an die eigene Nase fassen und müssen den unbedingten Willen haben, jeden Zweikampf zu gewinnen.“

Der deutsche Nationalspieler scheint zudem mit der grundsätzlichen Einstellung der Mannschaft unzufrieden zu sein, dies würde man vor allem auch an „Kleinigkeiten“ merken wie der aktuellen Passkultur: „Jeder Pass muss eine Message haben. Deshalb kann man nicht einfach einen Pass spielen, um einen Pass gespielt zu haben.“ Auffällig an diese Aussagen ist die Tatsache, dass Neuer bereits nach dem 2:2-Unentschieden gegen Augsburg die Passqualität beim deutschen Rekordmeister kritisierte. Zudem deutete der Routinier an, dass aktuell auch wenig die Leichtigkeit auf dem Platz fehlt: „Es ist vielleicht auch nicht hundert Prozent Spaß auf dem Platz zu erkennen.“