Bundesliga

Union-Coach Urs Fischer: Die Bayern wissen was sie wollen

Urs Fischer
Foto: Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

Am kommenden Samstag empfängt der FC Bayern Aufsteiger Union Berlin in der heimischen Allianz Arena. Nach zuletzt zwei sieglosen Spielen in der Liga ist der Druck groß auf Seiten der Bayern. Während Fans, Medien und Experten über eine „Krise“ beim deutschen Rekordmeister diskutieren, will Union-Coach Urs Fischer davon nichts wissen. Der 53-jährige glaubt nicht daran, dass eine Unruhe in München herrscht. Laut Fischt hätten die Münchner eher ein Luxusproblem.

Der 3:2-Erfolg unter der Woche in der Champions League gegen Olympiakos Piräus war nicht der erhoffte Befreiungsschlag den viele FCB-Fans nach den zuletzt eher durchwachsenen Auftritten erwartet haben. Im Gegenteil, der Zittersieg hat er die Diskussionen rund um den FC Bayern weiter angeheizt. Indiz dafür sind unter anderem die Aussagen von Spielern und Verantwortlichen nach dem Piräus-Spiel. Wirklich zufrieden mit der Art und Weise wie man sich auf dem Feld präsentiert ist derzeit niemand in München.

Union-Trainer Urs Fischer kann die ganze Aufregung, welche derzeit um die Bayern veranstaltet wird, nicht nachvollziehen. Der Schweizer rechnet nicht damit, dass er am Samstag in der Allianz Arena auf eine kriselnde Mannschaft treffen wird. Dennoch hat der 53-jährige durchaus Hoffnungen etwas Zählbares aus München mitzunehmen.

Urs Fischer über die vermeintliche Abhängigkeit des FCB von Robert Lewandowski: Die Bayern haben überall Qualität im Kader

Mit einem 2:0-Heimerfolg gegen den SC Freiburg im Gepäck wird sich Union Berlin morgen auf den Weg nach München machen. Die Eisernen haben am vergangenen Wochenende ihren zweiten Saisonsieg eingefahren und werden am Samstag voller Selbstvertrauen in der Allianz Arena auflaufen. Zu verlieren hat der Aufsteiger ohnehin nichts, im Gegenteil. Die TSG Hoffenheim und der FC Augsburg haben zuletzt gezeigt, dass die Bayern derzeit durchaus anfällig sind. Auf der Abschluss-PK vor dem Spiel deutete Cheftrainer Fischer an, wie seine Mannschaft in München erfolgreich spielen kann: „Natürlich habe ich mitbekommen, dass sie zuletzt das eine oder andere Tor bekommen haben. Unser Plan ist, sie unter Druck zu setzen und Fehler zu erzwingen. Wenn du es ihnen schwer machst, glaube ich, dass du eine Chance hast.“

Auch wenn sich die Bayern derzeit nicht von ihrer besten Seite zeigen, geht Fischer nicht davon aus, dass sich die Münchner derzeit kopflos agieren: „Ich lese zwar auch Zeitung und schaue ab und zu Fernsehen. Ob jetzt so eine Unruhe herrscht, bin ich mir nicht sicher.“ Der Schweizer zog den Vergleich zu einem „angeschlagenen Boxer“, die meist gefährlicher sind als man denkt: „Die werden nicht ängstlich auftreten, sie wollen das Spiel gewinnen. Die kennen das, das wird die nicht aus der Bahn werfen.“

Zudem betonte Fischer, dass man keineswegs den Fehler machen sollte und den FC Bayern nur auf Robert Lewandowski zu beschränken: „Auch von der Seite und aus der Mitte kommt da jede Menge Qualität.“ Die aktuelle „Probleme“ des deutschen Rekordmeisters hätte Fischer eigenen Aussagen zufolge selbst gerne: „Jetzt noch über die Art und Weise zu diskutieren, wie sie ein Champions-League-Spiel in der Gruppenphase gewinnen – ja, dann hast du es eigentlich geschafft.“