DFB-Pokal

Stimmen zum Pokal-Spiel in Bochum: „Im Pokal zählt letzten Endes das Weiterkommen“

Thomas Müller
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Der FC Bayern musste am Dienstagabend im Pokal-Spiel beim Zweitligisten VfL Bochum lange Zeit zittern und sicherte sich erst zwei späte Tore von Serge Gnabry und Thomas Müller den Einzug ins Achtelfinale. Nach dem Spiel zeigten sich die FCB-Spieler und Verantwortlichen erleichtert und selbstkritisch zugleich.

Die Erleichterung nach dem knappen 2:1-Auswärtserfolg gegen den VfL Bochum war groß auf Seiten des FC Bayern. Der Titelverteidiger ist nur haarscharf an einer Pokal-Sensation vorbeigeschrammt. Die Art und Weise wie sich die Kovac-Elf gegen den vermeintlichen Außenseiter über weite Phase des Spiels präsentiert hat dürfte den Verantwortlichen in München alles andere als gefallen.

Niko Kovac über das Spiel: Wir haben 60, 70 Minuten nicht gut gespielt

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Auch Niko Kovac war nach dem Abpfiff froh, dass er und seine Mannschaft mit einem blauen Augen davon gekommen sind. Der 48-jährige zeigte sich, anders als gegen Union Berlin am Samstag, deutlich selbstkritischer: „Im Pokal zählt letzten Endes das Weiterkommen. Der VfL hat es heute richtig klasse gemacht und das an den Tag gelegt, was es in solch einem Spiel braucht, um als Underdog eine Chance zu haben. Wir haben 60, 70 Minuten nicht gut gespielt, hatten viele einfache Fehlpässe und Ballverluste, dadurch wenig Kontrolle.“ Laut Kovac haben die Einwechselungen von Coutinho und Müller das Spiel entscheidend verändert: „Nach den Einwechslungen von Coutinho und Thomas Müller hatten wir mehr Kontrolle und haben die Räume besser genutzt. Hinten raus hatten wir sicherlich auch den längeren Atem.“

Serge Gnabry war mit der Art und Weise wie man sich gegen Bochum präsentiert alles andere als zufrieden: „Wir sind offensiv einfach gar nicht durchgekommen. Es gab viel zu viele Missverständnisse, viel zu viele.“ Am Ende zählt jedoch nur das Ergebnis: „Zum Schluss ist es, wie man so schön sagt, egal. Wir sind weiter.“

Sieg-Torschütze Thomas Müller betonte nach dem Spiel wie wichtig dieser Erfolg für den FC Bayern war: „Das sind Emotionen, Gefühle, Glücksgefühle. Ein Siegtor bei so einem K.o.-Spiel vor so einer Kulisse zu erzielen, ist immer schön. Man hat denke ich gesehen, dass der Mannschaft mit dem Siegtreffer dann auch eine Last abgefallen ist.“

FCB-Sportdirektor Hasan Salihamdizic war sichtlich angefressen und konnte seine „Wut“ nicht verstecken, flüchtete sich jedoch in Ironie: „Top-Abend. Top. Wir haben die Mannschaft hergespielt. Das war… Gut. Ohne Ironie geht es heute nicht. Das heute Abend kann man nicht analysieren. Werden wir auch nicht. Abhaken! Wir sind froh, dass wir wieder nach München fahren.“