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Alphonso Davies: Auf den Spuren von David Alaba

Alphonso Davies und David Alaba
Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Alphonso Davies hat sich in den vergangenen Spielen klangheimlich einen Startplatz erkämpft. Der 19-jährige Kanadier hat beim 2:0-Erfolg gegen Olympiakos Piräus seine bisher größte Prüfung im Trikot des FC Bayern absolviert. Auch im morgigen Topspiel gegen Borussia Dortmund wird Davies aller Voraussicht nach als Linksverteidiger starten. Davies schlägt derzeit eine ähnliche Entwicklung wie einst David Alaba beim FC Bayern ein.

Union Berlin, Eintracht Frankfurt, Olympiakos Piräus und morgen unter Umständen Borussia Dortmund. Nach drei Startelf-Einsätzen in Folge winkt Alphonso Davies auch morgen Abend ein Platz in der ersten Elf von Hansi Flick. Der FCB-Interimstrainer hat auf der Abschluss-PK vor dem Spiel bereits andeuten lassen, dass Davies gegen den BVB erneut als Linksvertediger ran darf. Der 19-jährige Kanadier durfte bereits unter Kovac immer häufiger ran und erhält nun auch von Flick seine Chancen sich zu zeigen. Davies profitiert derzeit von den vielen Ausfällen in der bayerischen Defensive.

David Alaba als Vorbild für Alphonso Davies

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Als Alphonso Davies zu Beginn des Jahres aus der US-amerikanischen MLS zum FC Bayern wechselte, hätten die wenigsten Bayern-Fans wohl damit gerechnet, dass das Nachwuchstalent knapp elf Monate später an einem Stammplatz in München kratzt. Noch überraschender ist die Tatsache, dass der etatmäßige Offensivspieler plötzlich hinten links in der Viererkette aushelfen muss und seine Sache gut macht. Nach dem Spiel gegen Piräus unter der Woche gab es von Hansi Flick ein Sonderlob: „Er hat defensiv sehr gut gearbeitet und die Seite zugemacht. In der ersten Halbzeit hat er sich zu wenig nach vorne getraut, in der zweiten hat er das dann zwei-, dreimal gemacht, da sieht man dann auch sofort, welche Gefahr er mitbringen kann.“ Flick betonte jedoch auch, dass der kanadische Nationalspieler nach wie vor am Anfang seiner Karriere steht: „Wir dürfen nicht vergessen, dass er erst 19 ist. Phonsy hat enormes Entwicklungspotenzial, für ihn ist das ein Lernprozess.“

Davies selbst hätte wohl nicht damit gerechnet, dass er so schnell ins kalte Wasser geworfen wird. Mit David Alaba hat er jedoch eigenen Aussagen zufolge einen idealen Mentor an seiner Seite: „Mit David Alaba habe ich einen Weltklasse-Linksverteidiger neben mir, was es für mich sehr viel einfacher macht. Er hilft mir, redet mit mir, gibt mir viele Anweisungen.“

Kurios ist die Tatsache, dass sich Davies derzeit auf den Spuren von Alaba bewegt. Der 27-jährige Österreicher wechselte vor über zehn Jahren aus Wien in die U19 des FC Bayern. Damals galt Alaba als eines der vielversprechendsten Mittelfeld-Talente seine Landes. Alaba war damals eher ein Mann für die Offensive, wie Davies. Doch mit den Jahren wurde Alaba zu einem Defensiv-Allrounder umgeschult. Als Linksverteidiger galt er lange Zeit als einer der besten der Welt. Aktuell muss Alaba in der Innenverteidigung aushelfen, eine Rolle die er bereits in der Vergangenheit hin und wieder spielen musste bei personellen Engpässen.

Es wird spannend zu sehen wie sich Davies morgen Abend, vorausgesetzt er spielt, gegen Achraf Hakimi & Co. präsentiert. Im DFL Supercup durfte er bereits in dieser Saison gegen den BVB ran. Knapp eine halbe Stunde stand er bei der 0:2-Niederlage im August auf dem Platz.