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Nübel-Deal wirft viele Fragen beim FC Bayern auf

Alexander Nübel
Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Mit der Verpflichtung von Alexander Nübel hat sich der FC Bayern die größte Torwart-Hoffnung Deutschlands gesichert. Dennoch birgt der Transfer des 23-jährigen viel Sprengstoff. Unter Umständen könnte vielleicht sogar FCB-Kapitän Manuel Neuer in München zur Debatte stehen.

Die Verpflichtung von Alexander Nübel ist ein echter Transfer-Coup für den FC Bayern. Nicht nur die Tatsache, dass man den 23 Jahre alten Torhüter kommenden Sommer ablösefrei erhält spricht für sich, sondern auch der Umstand, dass die Bayern sich gegen namenhafte Konkurrenz aus ganz Europa durchsetzen konnten.

Während man sich mit Nübel einen Mann für die Zukunft sichern konnte, droht den Verantwortlichen in München jedoch durch den Nübel-Deal in der Gegenwart Ärger, allen voran mit Stammtorhüter und FCB-Kapitän Manuel Neuer. Aber auch Sven Ulreich und Christian Früchtl dürften alles andere als begeistert sein über die neue Konkurrenz.

Wie lösen die Bayern den Machtkampf zwischen Nübel und Neuer?

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Nach Informationen der „Sport BILD“ haben die Bayern-Bossen Nübel mit einer „Einsatzgarantie“ nach München gelockt. Demnach soll der 23-jährige Torhüter ab der kommenden Saison mindestens 15 Spiele neben Manuel Neuer erhalten. Das Ziel ist klar, Nübel soll nach und nach zum Nachfolger von Neuer aufgebaut werden.

Das Problem ist nur, Manuel Neuer ist alles andere als begeistert von dieser Torhüter-Rotation. Der 33-jährige hat erst in dieser Saison nach einer langwierigen Verletzung wieder seinen Rhythmus gefunden und soll Medienberichten zufolge nicht bereit sein für Nübel auf Spiele zu verzichten. Grund hierfür ist unter anderem dessen Rolle in der deutschen Nationalmannschaft. Ein Nationalkeeper ohne Stammplatz ist wohl für Bundestrainer Joachim Löw nur schwer vorstellbar, vor allem wenn man mit Marc Andre ter Stegen einen zweiten Weltklasse-Mann zur Verfügung hat.

Sollten die Verantwortlichen keine Lösung für das aktuelle Dilemma finden, droht sogar die geplante Vertragsverlängerung mit Neuer zu platzen. Diese gilt schon seit Monaten als sicher. Neuer ist noch bis 2021 an den FCB gebunden, der Vertrag soll jedoch noch in dieser Saison bis 2023 ausgeweitet werden. Ob Neuer sich jedoch darauf einlässt, hängt nun davon ab welche Perspektive bzw. Zusagen die Verantwortlichen nach dem Nübel-Transfer ihm machen können und wollen.

Die Kollateralschäden der Nübel-Verpflichtung: Ulreich und Früchtl denken an Abschied

Neben Neuer besteht auch mit Sven Ulreich und Christian Früchtl aller Voraussicht nach Redebedarf. Ersatzmann Ulreich hat bereits andeuten lassen, dass er sich im Falle einer Nübel-Verpflichtung nach einem neuen Verein umschauen wolle. Der 31-jährige hat noch 3-4 gute Jahre vor sich und möchte diese nicht als Nr. 3 beim FC Bayern verbringen.

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Ähnliches gilt für FCB-Youngster Christian Früchtl. Dieser hat zwar erst vor kurzem seinen Vertrag langfristig in München verlängert, der 19-jährige möchte jedoch zukünftig auf höherem Niveau spielen als in der 3. Liga bei den Bayern-Amateuren und erwägt ebenfalls einen Wechsel im Sommer. Durch die Nübel-Verpflichtung sind zudem die letzten Hoffnungen bei Früchtl über eine mögliche Neuer-Nachfolge sicherlich geplatzt.