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Salihamidzic sieht Alternativen zu Winter-Transfers: „Es gibt junge Spieler, die man ins kalte Wasser werfen kann“

Joshua Zirkzee
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Die aktuelle Transfer-Debatte in München sorgt für viel „Unruhe“ beim deutschen Rekordmeister. Vor allem FCB-Coach Hansi Flick und Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic scheinen in Sachen Winter-Transfers nicht komplett auf einer Linie zu sein. Während Flick neue Spieler einfordert, sieht Salihamidzic in den eigenen Nachwuchsspieler eine entsprechende Alternative wie er in der „BILD am Sonntag“ verriet.

„Die Zukunft des FC Bayern hängt jetzt nicht von einem Rechtsverteidiger ab“, mit diesem Satz watschte Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic unter der Woche seinen Trainer öffentlich ab. Flick hatte in den Tagen zuvor immer wieder betont, dass ein neuer Mann für die Viererposition durchaus wichtig wäre um Joshua Kimmich dauerhafte im defensiven Mittelfeld einzusetzen.

Im Interview mit der „BILD am Sonntag“ äußerte sich Salihamidzic erneut über mögliche Winter-Transfers und deutete dabei an, dass die Bayern neben Neuverpflichtungen auch andere Optionen in den eigenen Reihen haben.

„Es ergeben sich Lösungen, die man nicht auf dem Zettel hatte“

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Beim FC Bayern herrscht derzeit viel Redebedarf, Hansi Flick betonte nach der gestrigen 2:5-Testspiel-Niederlage gegen Nürnberg, dass er erneut das Gespräch mit Hasan Salihamidzic suchen wird um mit diesen über mögliche Winter-Transfers zu sprechen. Auch der 43-jährige Bosnier setzt eigenen Aussagen zufolge auf eine enge Abstimmung und Zusammenarbeit mit Flick, welche jedoch nicht zwingend in der Verpflichtung von neuen Spieler im Januar enden muss: „Wir haben aktuell eine Phase, in der es plötzlich Ausfälle gibt, die einem Trainer nicht gefallen können. In so einer Phase muss man besonders eng zusammenstehen und gemeinsam überlegen, was das Beste ist. Und oft ergeben sich dann Lösungen, die man nicht auf dem Zettel hatte.“

Salihamidzic scheint demnach gewillt zu sein in der Rückrunde vermehrt auf junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchsbereich zu setzen: „Es gibt zum Beispiel junge Spieler, die ins kalte Wasser geworfen werden und überraschen oder auch Positionswechsel, die so nicht vorgesehen waren, aber funktionieren.“ Damit verwies der FCB-Sportdirektor auf die Entwicklungen von Alphonso Davies und Joshua Zirkzee.

Auch die Rahmenbedingungen sind laut dem designierten FCB-Vorstand alles andere als ideal im Januar: „Transfers sind immer an zwei Faktoren gebunden. Der finanzielle Rahmen muss passen und – noch wichtiger – die Qualität des Spielers muss stimmen. Unsere Mannschaft sinnvoll zu verstärken ist nicht leicht. Außerdem ist der Transfermarkt im Winter dünn.“

Medienberichten zufolge sind die Bayern-Bosse nicht gewillt im Winter tief in die Tasche zu greifen um einer temporären Perosnalnot entgegen zu wirken. Viel lieber möchte man die finanziellen Mitteln für die Transferaktivitäten im Sommer einsetzen.