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Verwirrung um FCB-„Wunschkandidat“ Dodo: Was ist dran an den Gerüchten?

Dodo
Foto: OLI SCARFF/AFP via Getty Images

Laut dem brasilianischen Online-Portal von „goal.com“ möchte der FC Bayern den brasilianischen Rechtsverteidiger Dodo von Schachtar Donzek im Winter verpflichten und soll bereits ein Angebot in Höhe von 25 Millionen Euro beim ukrainischen Meister hinterlegt haben. Laut dem „kicker“ hingegen sei der 21-jährige Außenverteidiger keine Option für den Winter.

Quasi aus dem Nichts tauchte gestern Abend plötzlich der Name „Dodo“ beim FC Bayern auf. Der 21-jährige Profi von Schachtar Donezk soll demnach im Winter das Problem auf der Rechtsverteidiger-Position in München lösen. Nach Informationen von „goal.com Brasilien“ hat der deutsche Rekordmeister bereits ein Angebot in Höhe von 25 Millionen Euro für den brasilianischen Junioren-Nationalspieler auf den Tisch gelegt.

Der „kicker“ hingegen widerspricht dieser Meldung. Laut dem Fachmagazin stand Dodo zwar auf dem Zettel der Bayern, wurde jedoch nicht als „gut genug“ befunden. Zudem sei der Transfer im Winter aus finanziellen Aspekten nicht zu stemmen.

Dodo ist eine Investition in die Zukunft und keine Sofortlösung

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Bayern-Trainer Hansi Flick hatte zuletzt betont, dass ein neuer Rechtsverteidiger in der Rückrunde „gut tun würde“, dass die Münchner jedoch nur auf dem Transfermarkt aktiv werden, wenn man eine „sofortige Verstärkung“ erhalten würde. Sportdirektor Hasan Salihamidzic ergänzte zudem, dass auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines Winter-Transfers stimmen müssen.

Vor dem Hintergrund dieser beiden Aussagen, erscheint eine Verpflichtung von Dodo alles andere als realistisch. Auch wenn der junge Brasilianer bereits Erfahrung in der UEFA Champions League sammeln konnte und sich in der laufenden Saison einen Stammplatz in Donezk erkämpft hat, ist dieser weit davon entfernt ein „fertiger Spieler“ zu sein, der auf Anhieb die Bayern qualitativ verstärken kann. Dodo wäre ein idealer Backup, aber kein 1:1-Ersatz für Joshua Kimmich und/oder Benjamin Pavard hinten rechts.

Zudem ist der ukrainischen Meister bekannt dafür, dass er seine vielversprechenden Talente nicht „unter Wert“ abgibt. Im Fall von Dodo soll die Schmerzgrenze Gerüchten zufolge bei 30 Millionen Euro liegen und das obwohl dessen Marktwert laut transfermarkt.de aktuell „nur“ bei 4 Millionen Euro liegt. Solch eine Summe wird der FCB, im Winter, für einen Nachwuchsspieler nicht ausgeben, insbesondere wenn man im Sommer eine Transferoffensive geplant hat (Sane, Havertz).

Dodo ist sicherlich ein interessanter Spieler und wäre eine Investition in die Zukunft, jedoch ist eine Transfer in der aktuellen Situation, für beide Seiten, wohl eher ausgeschlossen.