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Rummenigge über die Transferpolitik der Bayern: „Wir haben keinen Amerikaner, Russen oder Araber“

Karl-Heinz Rummenigge
Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge hat sich im Interview mit der „tz“ über die Transferpolitik des FC Bayern geäußert. Der 64-jährige verriet dabei, dass die Münchner großen Wert auf „Nachhaltigkeit“ bei der Verpflichtung neuer Spieler legen. Zudem betonte Rummenigge, dass die Bayern auf keinen zahlungspotenten ausländischen Investor zurückgreifen können.

Erst vor kurzem hat der Fussball-Weltverband FIFA die Transferausgaben für das vergangene Jahr veröffentlicht. Mit 619 Mio. Euro liegt die Fussball Bundesliga im weltweiten Ranking „nur“ auf Platz 4. Auch wenn der FC Bayern in 2019 insgesamt 153,5 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben und damit das Maß aller Dinge in Deutschland ist, hinkt man im Vergleich mit den europäischen Top-Klubs aus England und Spanien hinterher.

Laut Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge werden die Münchner auch in Zukunft nicht mit Vereinen wie Manchester City, dem FC Barcelona oder Paris Saint-Germain auf dem Transfermarkt mithalten können.

„Wir haben ganz andere Voraussetzungen als unsere europäische Konkurrenz“

Mit Alvaro Odrizola hat der FC Bayern im Winter, bisher, nur einen Spieler verpflichtet. Der 24-jährige Spanier wechselte diese Woche auf Leihbasis von Real Madrid an die Isar. Gerüchten zufolge zahlt der FCB 3,5 Mio. Euro Leihgebühr an die Königlichen.

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Während die Bayern einen „Sparkurs“ fahren, hat Real im Januar 30 Mio. Euro für das 18-jährige Nachwuchstalent Reinier ausgegeben. Auch wenn der deutsche Rekordmeister problemlos solch einen Transfer im Winter stemmen könnte, wird dies laut Rummenigge nicht passieren wie er im Gespräch mit der „tz“ verriet: „Wir haben ganz andere Voraussetzungen beim FC Bayern als unsere europäische Konkurrenz. Wir haben keinen Amerikaner, Russen oder Araber, der uns am Ende des Jahres unsere Rechnung bezahlt. Wir müssen unser Geld selber verdienen, damit wir in die Qualität unseres Kaders kontinuierlich investieren können.“

Demnach legen die Münchner großen Wert auf „Nachhaltigkeit“ bei der Verpflichtung neuer Spieler: „Nachhaltigkeit ist aktuell ja ein großes Thema in unserer Welt und gerade am Transfermarkt darf man sich nicht davon leiten lassen, wen jetzt Borussia Dortmund oder RB Leipzig geholt hat.“ Zudem betonte Rummenigge, dass der FCB nur auf sich achtet und seine Transfers nicht davon abhängig macht was die Konkurrenz macht: „Wir müssen eine Kaderplanung machen, die exklusiv die FC-Bayern-Philosophie widerspiegelt. Diese darf nicht nur sechs oder zwölf Monate Bestand haben, sondern muss auf Kontinuität angelegt sein.“

In knapp einer Woche schließt der Winter-Transfermarkt in Europa und Rummenigge zeigt sich nicht unglücklich darüber: „Wenn ich ehrlich bin, bin ich immer froh, wenn der Transfermarkt wieder schließt. Er wird ja immer mit einer gewissen Hektik begleitet.“