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„Red Fanatic München“ und „Club Nr. 12“ beziehen Stellung zu den Vorfällen in Hoffenheim

Schmähplakate gegen Dietmar Hopp
Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Mit dem „Club Nr. 12“ und „Red Fanatic München“ haben zwei weitere Ultra-Gruppierungen des FC Bayern Stellung zu den Vorkommnissen beim gestrigen Bundesliga-Spiel zischen Hoffenheim und dem FCB bezogen. Während sich der „Club Nr. 12“ deutlich von den Hass-Plakaten gegen Dietmar Hopp distanziert, bekannten sich die Ultras von „Red Fanatic München“ zum zweiten Spruchband, welches beinahe zum Spielabbruch geführt hätte.

Auch einen Tag nach dem „Skandalspiel von Hoffenheim“ bleiben die Geschehnisse in der Prezero-Arena das Gesprächsthema Nr. 1 in Fussball Deutschland. Nachdem sich zahlreiche Spieler, Funktionäre und Vereine zu den gestrigen Geschehnissen geäußert haben, gibt es mittlerweile zwei weitere Statements aus der Ultra-Szene des FC Bayern.

Während sich der „Club Nr. 12“ von den Schmähplakaten gegen Dietmar Hopp distanziert hat, bekannten sich die „Red Fanatic München“ zum zweiten Spruchband „Du H**sohn“.

Red Fanatic München: „DFB lässt sich von Hopp beeinflussen“

Auf der eigenen Webseite äußerte sich der Club Nr. 12 wie folgt dazu: „Die optischen Aktionen des Club Nr. 12 haben sich beim gestrigen Auswärtsspiel auf die Choreographie zum 120. Geburtstag beschränkt. Die gezeigten Spruchbänder stammen nicht vom Club Nr. 12. Der Club Nr. 12 distanziert sich von den gezeigten Beleidigungen.“

Deutlich anders fällt die Stellungnahme von „Red Fanatic München“ aus. Diese waren sich eigenen Aussagen durchaus bewusst, welche Wirkung ihr Banner haben wird: „Dass unser Spruchband gestern beim Spiel gegen Hoffenheim sicherlich für mediale Aufmerksamkeit sorgen würde, war uns klar und folglich bewusst gewählt.“

Wie bereits vermutet wurde, handelte es sich bei den Schmähplakaten gegen Hopp um eine abgesprochene Aktion unterschiedlicher Ultra-Gruppierungen in der Bundesliga, welche als Reaktion auf die vor kurzem verhängte Fan-Sperre für die Anhänger des BVB dienen sollte: „Die fragwürdigen Ereignisse der letzten Tage – mit der drastischen Kollektivstrafe für die folgenden beiden Partien gegen die Dortmunder Fans in Sinsheim – verdeutlichen weiter vor allem die Ambivalenz des Deutschen Fußball-Bundes.“

Auch „Red Fanatic München“ kritisierte in seiner Stellungnahme erneut den DFB und dessen Verhältnis zu Dietmar Hopp: „Unabhängig von den Gründen unserer Abneigung und der derben Wortwahl, welche man nicht teilen muss, sind wir vor allem von den undifferenzierten und völlig überzogenen Reaktionen auf allen Ebenen entsetzt. Dass der DFB sich von einem Mäzen beeinflussen lässt und seine Versprechungen auf Kollektivstrafen zu verzichten bricht, überrascht nur wenig. Dies ist nur noch einmal mehr Ausdruck der verschwindend geringen Wertschätzung selbst getätigter Versprechen von Verbandsseite.“