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Kein Zeitdruck bei Perisic – „Virtueller Handschlag“ mit Inter

Ivan Perisic
Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

Ivan Perisic spielt keine schlechte Saison für den FC Bayern. Der Kroate genießt das Vertrauen von Hansi Flick und gilt als sehr diszipliniert und ehrgeizig. Diese Eigenschaften geben ihm die Daseinsberechtigung und machen ihn prädestiniert für die Back-Up Rolle auf den Flügelpositionen. Er ist beidseitig, hat einen guten Schuss und ist stark im Kopfballspiel. Die Kaufoption ließ der FC Bayern verstreichen, dennoch ist ein weiteres Engagement wahrscheinlich.

In seinen 20 Einsätzen in dieser Saison steuerte der WM-Finalist von 2018 vier Tore und fünf weitere Vorlagen hinzu. Am liebsten spielt er auf Linksaußen, kann aber auch Rechtsaußen oder gar in der Zentrale agieren. Hinter Serge Gnabry und Kingsley Coman ist er der Flügelspieler-Nr.3, darf sich aber nach den Sperren von Thomas Müller und Robert Lewandowski für das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach Hoffnungen auf einen Startelfeinsatz machen, eventuell auch in der Zentrale.

Langfristige Zusammenarbeit, aber für welchen Preis?

Die italienische „Calciomercato“ spricht von einem „virtuellen Handschlag“ zwischen dem Rekordmeister und Inter Mailand. Die „Nerrazurri“ plane mit dem Kroaten nicht mehr und sei bereit den Preis für Perisic zu senken. Die festgeschriebene Ablösesumme von 20 Millionen Euro ließ Bayern verstreichen, doch das habe die Inter-Verantwortlichen nicht überrascht.

Beide Parteien haben ein „gutes“ Verhältnis, weshalb man sich darauf verständigt hat, dass der FC Bayern den 31-Jährigen auch nach der Frist noch unter Vertrag nehmen könne. Die Italiener zielen auf eine Ablöse von mindestens 15 Millionen Euro, während sich Hasan Salihamidzic & Co. aufgrund der Einbüße der Corona-Krise noch nicht wissen, wie weit sie gehen können.

Vieles hängt wohl auch von der Personalie Leroy Sane ab,und was sich in Sachen Abgängen noch tun wird. Würde der FCB tatsächlich den deutschen Nationalspieler verpflichten, wäre Perisic lediglich Flügelspieler-Nr. 4. Dann müsse der Spieler auch selber entscheiden, ob er mit dieser neuen Rolle zufrieden wäre.