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Sane und Nianzou: Salihamidzic lässt seinen Worten Taten folgen

Hasan Salihamidzic
Foto: imago images

Mit Leroy Sane und Tanguy Nianzou hat der FC Bayern seine ersten beiden Sommer-Transfers unter Dach und Fach gebracht. Mit den beiden Neuzugängen hat Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic sein „Versprechen“ eingehalten, welches er vor nicht allzu langer Zeit öffentlich ausgesprochen hat.

„Wir wollen uns mit einem Toptalent aus Europa verstärken und auch einen internationalen Star nach München holen“, mit diesen Worten hat Hasan Salihamidzic Ende April für großes Aufsehen gesorgt. Der 43-jährige wurde damals für seine öffentliche Transferansage scharf kritisiert. Knapp zwei Monate später hat der Bosnier seinen Worten Taten folgen lassen.

50 Mio. Euro für einen internationalen Star und ein Toptalent

Mit Tanguy Nianzou haben sich die Münchner eines der größten europäischen Abwehrtalente gesichert. Der 18-jährige Franzose stand bei zahlreichen europäischen Top-Klubs auf dem Zettel, auch Paris Saint-Germain wollte Nianzou langfristig an sich binden. Dieser hat sich jedoch für die Bayern entschieden und das zum Nulltarif: Der Youngster wechselte ablösefrei von der Seine an die Isar. Salihamidzic bestätigte am Mittwoch, dass die Münchner schon länger an dem Defensiv-Allrounder dran waren und der Transfer-Coup geplant war.

Auch bei Wunschspieler Leroy Sane gibt es ein Happy End. Der 24-jährige Flügelstürmer wechselte im zweiten Anlauf zu den Bayern. Medienberichten zufolge überweisen diese „nur“ 49 Mio. Euro fix an ManCity. Durch Bonuszahlungen kann die Ablöse auf bis zu 60 Mio. Euro ansteigen. Dennoch: Im Sommer 2019 waren die Bayern bereit 120 Mio. Euro für den deutschen Nationalspieler auszugeben, satte 70 Mio. Euro mehr als jetzt. Vor diesem Hintergrund kann man Sane, auch in Corona-Zeiten, durchaus als Schnäppchen bezeichnen. Zudem dessen aktueller Marktwert bei rd. 90 Mio. Euro liegt.

Salihamidzic setzt sich gegen interne Bedenken durch

Vor allem die Verpflichtung von Sane ist ein persönlicher Erfolg für Salihamidzic. Der Bosnier hatte sich Bayern-intern immer für den Linksaußen stark gemacht und dabei unter anderem auch auf Timo Werner verzichtet. Gerüchten zufolge war Sane nicht unumstritten an der Säbener Straße, auch Cheftrainer Hansi Flick hatte demnach lange Zeit Bedenken und tendierte eher zu Werner. Letztendlich konnte sich Salihamidzic jedoch durchsetzen, ähnlich wie bei Lucas Hernandez. Beide sind nun an der Reihe das Vertrauen des Bosniers mit starken Leistungen zurückzuzahlen.