Bundesliga

Fan-Rückkehr in die Stadien: So geht es nach dem DFL-Beschluss weiter

Allianz Arena
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Am vergangenen Dienstag haben sich die 36 Profiklubs auf ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Teilzulassung von Zuschauern verständigt. Nun gilt es diese Rahmenbedingungen in konkrete Konzepte einfließen zu lassen. Parallel muss die Liga bei Politik und Behörden für eine Fan-Rückkehr in der neuen Saison werben.

Der Anfang ist gemacht, mit gemeinsam definierten Rahmenbedingungen für eine Teilzulassung von Zuschauern in den Stadien haben die Bundesliga-Klubs den ersten, aber wichtigen, Schritt in Sachen Fan-Rückkehr vollzogen. Das Maßnahmenpaket, welches am Dienstag mit einfacher Mehrheit und mehreren Enthaltungen bei der DFL-Mitgliederversammlung beschlossen wurde, wird nun durch die Vereine in individuelle Umsetzungspläne eingebracht.

Politik zeigt sich zurückhaltend in Sachen Fan-Rückkehr

Auch wenn die Vereine nun einen Leitfaden haben, ist es dennoch ein weiter Weg bis zur tatsächlichen Rückkehr der Zuschauer in die Stadien. Neben der Skepsis innerhalb der Liga gegen die geplanten Maßnahmen wie z.B. personalisierte Tickets und keine Stehplätze und Gästefans, gibt es auch kritische Stimmen aus der Politik.  Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) äußerte sich wie folgt zu den Bundesliga-Plänen: „Auf dem Papier lässt sich vieles darstellen. Ob das dann auch in der Praxis so durchzuhalten ist, wird erst noch sehr genau zu prüfen sein – auch wenn ich mir es als Fußballfan wünschen würde“.

Die Gesundheitsminister der Länder werden sich am kommenden Montag über das DFL-Konzept beraten und im Anschluss sicherlich Stellung zu einer möglichen Fan-Rückkehr beziehen.

Zudem müssen sich DFL und die Vereine auf deutlichen Gegenwind seitens der Fan-Vertretungen einstellen. Diese hatten diese Woche bereits darüber geklagt, dass man bei der Entwicklung der Maßnahmen nicht eingebunden wurde.