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Nach Tor-Gala gegen Lyon: Auch Ex-Coach Wenger adelt Gnabry

Serge Gnabry
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Er war der überragende Mann beim 3:0-Halbfinalsieg über Olympique Lyon: Serge Gnabry (25). Nun gibt es die nächste Lobeshymne für den deutschen Nationalspieler. Diese kommt ausgerechnet von Gnabrys ehemaligen Trainer bei Arsenal London, Arsene Wenger (70).

„Er ist kreativ, kann Tore schießen, ist beidfüßig“, so Arsene Wenger gegenüber „beIN SPORTS“. „Er ist kraftvoll, hat ein gutes Durchsetzungsvermögen und ist sehr, sehr klug beim Timing seiner Läufe. Er kann eine Nummer neun sein, eine Nummer 10. Er ist ein sehr intelligenter Spieler.“

Wenger holte Gnabry im Jahr 2011 aus der Jugend des VfB Stuttgart zum FC Arsenal London. Zwei Jahre später packte er den Sprung zur Profimannschaft. Immerhin 18 Mal (ein Tor, zwei Vorlagen) lief er für die „Gunners“ auf. Eine Leihe zu West Bromwich Albion (drei Spiele, kein Tor, keine Vorlage) scheiterte. Erst als Gnabry in die Bundesliga wechselte (erst Werder Bremen, dann Hoffenheim und schließlich Bayern München), gelang dem heutigen Nationalspieler (13 Spiele, 13 Tore) der ersehnte Durchbruch.

„Wir hatten ihn an West Brom ausgeliehen, aber dort spielte er nicht“, so Wenger. „Als er zurückkam, war er verletzt. Wir arbeiteten dann sechs Monate sehr hart mit ihm und er kam in die deutsche U21-Nationalmannschaft. Dann hatte Bayern einen Deal mit Bremen gemacht. Den Vertrag bei uns wollte er dann nicht mehr verlängern. Ich war sehr traurig, weil ich wusste, dass er eine großartige Zukunft vor sich hat.“ Gnabry spielte im Sommer 2016 bei Olympia in Brasilien und gewann mit dem deutschen Team die Silbermedaille. Gnabry erzielte sechs Tore in sechs Spielen, wurde Torschützenkönig und wechselte anschließend nach Deutschland.

Aus einem hitzigen Gnabry wurde einer der „dominierenden Spieler in Deutschland“

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Serge Gnabry wäre zunächst „wie so viele junge, talentierte Spieler“ ein eher hitziger Typ gewesen, so Arsene Wenger. „Aber er ist sehr gereift und gehört jetzt zu den dominierenden Spielern in Deutschland“, so der ehemalige Arsenal-Coach.

Am kommenden Sonntag (21.00 Uhr) treffen die Bayern, die erneut einen Gnabry in Topform benötigen werden, im Endspiel der UEFA Champions League auf Paris Saint-Germain. Schwächen gibt es derzeit vor allem in der Defensive. Die Bayern waren gegen Lyon „hinten zu offen“, weiß auch Wenger.

Gnabry spielt seit der Saison 2018/19 beim FC Bayern München und konnte sich im Star-Ensemble schnell durchsetzen. In 87 Pflichtspielen gelangen ihm 36 Tore und 23 Vorlagen. In der aktuellen Spielzeit der „Königsklasse“ erzielte er bereits neun Tore in neun Partien.