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Für Nations League: Joachim Löw holt nur Leroy Sané vom FCB in den DFB-Kader

Leroy Sane
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Nachdem die nationalen Ligen zu Ende gebracht worden waren und nun auch die Champions League mit dem Triumph des FC Bayern sein großes Finale fand, sind nun wieder die Nationalmannschaften gefordert. Am 3. und 6. September tritt die deutsche Nationalmannschaft zum ersten Mal seit fast zehn Monaten wieder an. Die Gegner in der Nations League heißen Spanien und Schweiz. Aufgrund des hohen Pensums in der Champions League verzichtet Bundestrainer Joachim Löw auf vier Münchner Profis. Nominiert wird vom FC Bayern lediglich Leroy Sane. Für die erfahrenen Nationalspieler des FCB holt Löw drei Neulinge in den DFB-Tross.

Wie bereits im Vorfeld angekündigt und mit der Vereinsführung abgestimmt, verzichtet Löw auf ein Quartett des FC Bayern für die anstehenden Länderspiele gegen Spanien und die Schweiz. Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Serge Gnabry, die im Champions League Finalturnier tragende Säulen des FCB auf dem Weg zum Titel waren, erhalten eine Pause. Denn bereits ab 11. September beginnt die neue Saison mit der ersten Runde des DFB-Pokals. Ebenso verfährt Löw mit Marcel Halstenberg und Lukas Klostermann, die für RB Leipzig ebenfalls bis ins Halbfinale in der Champions League am Ball waren. Nominiert wurde hingegen Leroy Sané. Der Neuzugang des FC Bayern war für das Finalturnier der Champions League nach seinem Wechsel von Manchester City noch nicht spielberechtigt. Der Linksaußen blieb in München und bereitete sich dort auf dem Trainingsplatz auf die neue Saison vor.

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Mit Julian Draxler und Thilo Kehrer nominiert Joachim Löw hingegen zwei Legionäre von Paris Saint-Germain, die ebenfalls im Champions League Finale auf dem Platz standen. „Sie hatten eine lange Pause, deswegen macht es für mich Sinn“, erläutert der deutsche Nationaltrainer seine Entscheidung. Anders als die Bundesliga wurde die französische Ligue 1 nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie abgebrochen.

Gosens, Baumann und Neuhaus mit Chance auf erstes Länderspiel

Um die fehlenden arrivierten Stammkräfte zu ersetzen, nominierte Joachim Löw drei Neulinge, die ihr Debüt in der Nationalmannschaft geben könnten. Senkrechtstarter Robin Gosens von Atalanta Bergamo sollte eigentlich bereits im März zum ersten Mal für den DFB berufen werden. Dann kam Corona. Doch auch nach der Unterbrechung behielt Gosens in Serie A und Champions League seine starke Form. „Zweimal waren wir vor Ort in Bergamo, er hat eine sehr gute Saison gespielt“, adelt ihn auch Joachim Löw. Neben Gosens erhalten außerdem der Torhüter der TSG Hoffenheim, Oliver Baumann, und Borussia Mönchengladbachs Florian Neuhaus ihre Chance auf das erste Länderspiel.

„Florian Neuhaus ist ein sehr intelligenter Spieler, der im letzten Jahr eine gute Entwicklung genommen hat“, ist Löw voll des Lobes über den 23-jährigen Gladbacher. Für Oliver Baumann als Manuel Neuer Ersatz spricht seine Erfahrung und Konstanz. „Er ist ein Torhüter, der schon lange konstant gute Leistungen bringt und internationale Erfahrung hat“, schätzt Löw den Schlussmann aus Hoffenheim ein.

Der DFB-Kader für die Nations League Spiele im Überblick:

Tor: Oliver Baumann (TSG Hoffenheim), Bernd Leno (Arsenal), Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt)

Abwehr: Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Robin Gosens (Atalanta Bergamo), Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain), Robin Koch (SC Freiburg), Antonio Rüdiger (FC Chelsea), Nico Schulz (Borussia Dortmund), Niklas Süle (Bayern München), Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen)

Mittelfeld/Sturm: Julian Brandt (Borussia Dortmund), Emre Can (Borussia Dortmund), Julian Draxler (Paris Saint-Germain), Ilkay Gündoğan (Manchester City), Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen), Toni Kroos (Real Madrid), Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach), Leroy Sané (Bayern München), Suat Serdar (FC Schalke 04), Luca Waldschmidt (Benfica Lissabon), Timo Werner (FC Chelsea)