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„Wie Phönix aus der Asche“ – Hitzfeld adelt Thomas Müller

Thomas Müller
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Bayerns Ex-Trainer Ottmar Hitzfeld (71) hat seinen Spieler der Saison gekürt. Für den 71-Jährigen war es nicht etwa Toptorjäger Robert Lewandowski (32), sondern Thomas Müller (30), von dem sich der ehemalige FCB-Coach begeistert zeigt.

Wer ist der Spieler der Saison 2019/20 beim FC Bayern München? Für Ottmar Hitzfeld ist es weder Robert Lewandowski, noch Manuel Neuer (34) oder Joshua Kimmich (25), sondern: „Müller, der wieder wie Phönix aus der Asche aufgestiegen und einer der wichtigsten Antreiber der Mannschaft ist“, so der ehemalige Bayern-Trainer im Interview mit „Spox“ und „Goal“. Hitzfeld schwärmt vom ehemaligen deutschen Nationalspieler: „Er trägt das Bayern-Gen in sich und ist jemand, der in der Kabine und auf dem Platz das Zepter übernimmt. Solche Spieler brauchst Du als Trainer, und das macht Müller hervorragend, das hat man auch im Finale gesehen. Er hatte zwar keine großen Szenen, aber er war ganz wichtig für die Mannschaft.“

Tatsächlich spielte Müller ein eher schwaches Finale gegen Paris Saint-Germain (1:0), war zuvor aber vor allem beim 8:2 (4:1) im Champions League-Viertelfinale gegen den FC Barcelona in überragender Form. Die Entwicklung Müllers ist nicht nur für Hitzfeld überraschend. Unter Trainer Niko Kovac (48) war der Weltmeister von 2014 bereits auf dem Abstellgleis und schien schließlich unter Hansi Flick (55) stärker denn je zurückzukommen. In der abgelaufenen Saison kam Müller auf 50 Pflichtspiele, 14 Tore und 26 Vorlagen. 32 der 40 Scorerpunkte gelangen ihm unter Coach Flick. Müllers Vertrag wurde nun gar bis Sommer 2023 verlängert.

Ottmar Hitzfeld: „Flick kann eine Ära prägen“

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Viel Lob hatte Ottmar Hitzfeld, der die Bayern zwischen 1998 und 2004 und 2007 und 2008 sehr erfolgreich coachte, auch für Trainer Hansi Flick übrig: „Er hat sich alles hart erarbeitet und auf der für ihn neuen Position als Chefcoach Sensationelles geleistet. Hansi Flick hat diese Chance wahrgenommen und ist der Vater des Erfolgs. (…) Flick kann eine Ära prägen mit dieser Bayern-Generation wie zuletzt bei den Europacup-Triumphen 1974, 1975 und 1976.“ Hitzfeld selbst gewann mit dem FC Bayern im Jahr 2001 den Titel in der „Königsklasse“.

Hitzfeld glaubt außerdem daran, dass eine sehr erfolgreiche Zeit des FC Bayern München nun erst beginnen kann, da sich andere Spitzenklubs im Umbruch befinden und „Zeit benötigen“ würden. „Deshalb glaube ich, dass Bayern die nächsten Jahre international prägen wird und auch gute Chancen hat, den Champions-League-Titel zu verteidigen“, so Hitzfeld.