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„Ich kann das Ende erahnen“ – Franz Beckenbauer spricht offen über seine Gesundheit

Franz Beckenbauer
Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Dieser Tage sieht man Franz Beckenbauer nur noch selten in der Öffentlichkeit. Nach turbulenten Jahren mit vielen gesundheitlichen Problem sprach der 74-Jährige nun offen über sein Leben und seinen Gesundheitszustand.

Er ist eine der absoluten Lichtgestalten im Deutschen Fußball. Neben seinem Weltmeister-Titel als Spieler und Trainer gilt Franz Beckenbauer auch heute noch als einer der besten Spieler seiner Zeit. Sein Lebenswerk machte der Kaiser Anfang der 2000er vollkommen, indem er die WM 2006 nach Deutschland holte und uns das „Sommermärchen“ bescherte. Doch gerade diese WM sollte dem „Kaiser“ noch einiges an Ärger einhandeln. Immer öfter musste sich der zunehmend gesundheitlich angeschlagene Beckenbauer mit Korruptionsvorwürfen auseinandersetzen, die einen schweren Schatten über die FC Bayern-Legende und die WM warfen.

Beckenbauer im Gespräch mit der Bild: „Kann das Ende erahnen“

Kurz vor seinem 75.-jährigen sprach die Fußball-Legende ganz offen über seine schwierigen letzten Jahren, seine Gegenwart und seine Zukunft. „Was da alles war in den letzten Jahren. Mit all den Operationen und auch mit der Geschichte 2006. Das hat mich schon sehr mitgenommen. Ich sehe zwar, dass mittlerweile akzeptiert wird, dass da nichts war, aber die letzten Jahre waren schon hart“, erklärte er gegenüber der Bild. Neben den Korruptionsvorwürfen musste Beckenbauer zwei Herz-Operationen und einen Augeninfarkt überstehen. Zwar gehe es Beckenbauer derzeit den Umständen entsprechend gut, so gibt er auch zu, dass sein Körper richtig zu streiken angefangen habe. „Ich bewege mich viel, ich darf mich aber nicht mehr belasten. Ich habe im Haus ein kleines Schwimmbad und eine Sauna. Das tut mir gut. Ich laufe im Wasser gegen den Widerstand an. Das mache ich sehr gerne. Und hin und wieder spiele ich sogar schon wieder ein bisschen Golf.“, so Beckenbauer.

Um noch viele Jahre zu erleben, achtet Beckenbauer strikt auf seine Gesundheit und trinkt keinen Alkohol mehr. Trotzdem beschäftigt sich der Ehrenpräsident bereits mit dem Tod. „In meinem Alter kann man das Ende erahnen. Die Endlichkeit wird einen bewusst, auch wenn ich hoffe noch viele Jahre zu haben“, erklärt er. Angst hat er dabei jedoch keine, zumal man das ja „eh nicht ändern kann“. Insgesamt blickt Beckenbauer auf ein „schönes Leben“ zurück, auch wenn dieses „nicht mehr so hektisch“ sei. Dem Kaiser ist nur das Beste für seine Gesundheit zu wünschen, sodass wir ihn noch häufiger in der Allianz Arena sehen dürfen, wie zuletzt bei seinem Stadion-Comeback im Mai.