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Robben, Alonso, van Bommel und Martinez – Die Bayern haben ein Gespür für Last Minute-Transfers

Arjen Robben, Javi Martinez und Xabi Alonso
Foto: imago images

Der FC Bayern hat einen verrückten „Transfersonntag“ hinter sich. Mit Marc Roca wurde gestern zwar nur ein neuer Spieler offiziell vorgestellt, übereinstimmenden Medienberichten zufolge haben die Münchner mit Bouna Sarr, Eric Maxim Choupo-Moting und Douglas Costa jedoch drei weitere Deals an nur einem Tag unter Dach und Fach gebracht. Während die Fans darüber diskutieren ob und inwiefern diese Last Minute-Transfers dem deutschen Rekordmeister wirklich weiterhelfen werden, zeigt ein Blick in die Vergangenheit, dass die Bayern durchaus ein Gespür für solche späten Neuverpflichtungen haben.

Was haben Xabi Alonso, Arjen Robben, Mark van Bommel und Javi Martinez gemeinsam? Neben der Tatsache, dass sie alle drei für den FC Bayern gespielt haben bzw. dies noch tun, waren alle drei sog. Last Minute-Transfers. D.h. Spieler die kurz vor dem Ende einer Transferperiode verpflichtet wurden. Solche Neuzugänge werden von Fans und Medien oftmals als Panikkäufe abgetan. Auch bei Bouna Sarr, Eric Maxim Choupo-Moting, Douglas Costa und Marc Roca gibt es viele kritische Stimmen, vor allem aus dem eigenem Fanlager. Alonso, Robben, van Bommel und Martinez zeigen jedoch, dass man durchaus auch mit Last Minute-Transfers einen Volltreffer landen kann.

Robben als glänzendes Beispiel: Vom Real-Sorgenkind zur Bayern-Legende

Arjen Robben
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Das vermeintliche beste Beispiel für einen gelungenen Last Minute-Transfer ist Arjen Robben. Der Niederländer wechselte am 28. August 2009, wenige Tage vor der Deadline, für 30 Mio. Euro von Real Madrid zum FC Bayern. Während der Rechtsaußen in Madrid als Fehleinkauf abgestempelt wurde, spielte Robben an der Isar zehn Jahre lange groß auf und sicherte sich mit seinem CL-Finaltor 2013 gegen den BVB für immer einen Platz in den Geschichtsbüchern der Münchner.

Auch Xabi Alonso ist ein Beleg dafür, dass man zum Ende der Transferperiode durchaus noch gutes Personal finden kann. Alonso stand zwar „nur“ drei Jahre beim FC Bayern unter Vertrag, hat die Münchner in dieser Zeit aber als echter Leader angeführt. Alonso hat in dieser relativ kurzen Zeit einen so guten Eindruck an der Säbener Straße hinterlassen, dass Karl-Heinz Rummenigge unlängst den Spanier als zukünftigen FCB-Coach ins Spiel brachte.

Ein weiterer Last Minute-Deal, der wie eine Bombe eingeschlagen ist, war Javi Martinez. Ende August 2012 wechselte der Baske für 40 Mio. Euro von Bilbao zu den Bayern. Der damalige Rekordtransfer wurde auf Anhieb Stammspieler und Leistungsträger in München und war maßgeblich am Triple 2012/2013 beteiligt. Martinez steht nach wie vor beim FC Bayern unter Vertrag und hat zuletzt beim UEFA Supercup bewiesen, dass auf ihn immer Verlass ist.

Last but not least darf in der Liste der besten Last Minute-Deals der Bayern auch der Name Mark van Bommel nicht fehlen. Der Niederländer schloss sich am 26. August 2006 den Bayern an und wurde kurze Zeit später der „Aggressiv-Leader“ beim FCB. In fünf Jahren holt der Niederländer zwei Mal das Double und führt die Mannschaft ins CL-Finale 2010.

Es wird spannend zu sehen ob sich einer der neuen Last Minute-Transfers der Bayern später einmal in dieser Auflistung wiederfinden werden.