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Baku, Bellerin und Hysaj: Drei Rechtsverteidiger-Alternativen zu Achraf Hakimi

Hector Bellerin
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Es ist ein offenes Geheimnis, dass der FC Bayern im Sommer auf der Rechtsverteidiger-Position personell nochmals nachlegen möchte. Neuzugang Bouna Sarr konnte weder die eigenen Fans noch die Verantwortlichen an der Säbener Straße überzeugen und steht bereits wieder auf der Streichliste an der Isar. Stammverteidiger Benjamin Pavard hingegen könnte im neuen taktischen System von Julian Nagelsmann durchaus Probleme bekommen. Der Franzose ist zu defensiv orientiert und entwickelt zu wenig Druck nach vorne. Der FCB wurde zuletzt intensiv mit Achraf Hakimi in Verbindung gebracht. Der Marokkaner wäre eine ideale Lösung. Das Problem: Die Ablöse für den 22-jährigen liegt deutlich über 50 Mio. Euro, damit ist dieser viel teuer für die Bayern. Wir haben uns dementsprechend auf die Suche nach drei (günstigen) Alternativen zu dem Ex-Dortmunder gemacht.



1. Ridle Baku (23 Jahre, VfL Wolfsburg, Vertrag bis 2025)

Ridle Baku
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Starten möchten wir mit einem „alten Bekannten“ beim FC Bayern – Ridle Baku. Der deutsche Nationalspieler wurde bereits vergangenen Sommer in München gehandelt, wechselte am Ende jedoch vom 1. FSV Mainz 05 zum VfL Wolfsburg. Medienberichten zufolge wurde Baku den Bayern vor seinem Wechsel zum VfL angeboten, die Bayern-Bossen lehnten jedoch ab und entschieden sich für Bouna Sarr. Kurz darauf schlugen die Wölfe für 10 Mio. Euro zu. Mit Blick auf seinen aktuellen Marktwert von 22 Mio. Euro und eine Wertsteigerung von knapp 15 Mio. Euro in weniger als zwölf Monaten ist Wolfsburg damit ein echter Transfer-Coup gelungen.

Baku spielt eine überragende Saison bei den Niedersachsen und kommt auf elf Torbeteiligungen in 31 Bundesliga-Spielen. Der Shootingstar kann auf der rechten Außenbahn variabel eingesetzt werden. Während er in der Hinrunde zumeist als Rechtsverteidiger agierte, spielt Baku in der Rückrunde deutlich offensiver auf Rechtsaußen.

Wahrscheinlichkeit: 10-20 Prozent. Baku hat einen langjährigen Vertrag beim VfL Wolfsburg bis 2025 und besitzt keine Ausstiegsklausel. Das Team von Oliver Glasner hat gute Chancen sich für die Champions League zu qualifizieren und kann dem 23-jährigen damit eine reizvolle Perspektive bieten. Ein Verkauf im Sommer wäre, wenn überhaupt, nur bei einem unmoralischen Angebot eine Option. Wobei der FCB damit sehr schnell in ähnliche Sphären wie bei Hakimi kommen würde.

2. Hector Bellerin (26 Jahre, FC Arsenal, Vertrag bis 2023)

Hector Bellerin
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Ein weiterer Name, der in den vergangenen Jahren immer wieder mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht wurde, ist Hector Bellerin. Der Spanier steht beim FC Arsenal unter Vertrag und hat mit 26 Jahren bereits mehr als 230 Spiele für die Gunners absolviert. Bellerin galt einst als eines der größten Rechtsverteidiger-Talente in Europa und war bereits mit Anfang 20 Stammspieler bei Arsenal. Doch die stagnierende Entwicklung des Klubs sowie ein Kreuzbandriss haben den ganz großen Durchbruch von Bellerin deutlich erschwert.

Bellerin ist ein klassischer Rechtsverteidiger, der dennoch über einen offensiven Drang verfügt. In der Vergangenheit wurde der spanische Nationalspieler auch immer wieder im rechten Mittelfeld eingesetzt.

Wahrscheinlichkeit: 30-40 Prozent. Anders als Baku ist Bellerin nur bis 2023 an Arsenal gebunden. Zudem sollen die Londoner durchaus gesprächsbereit sein mit Blick auf einen Wechsel im Sommer. Englischen Medienberichten zufolge liegt die Schmerzgrenze bei 20 Mio. Euro. Damit wäre Bellerin deutlich günstiger als Hakimi. Die Bayern würden einen erfahrenen Spieler erhalten, der auf Anhieb Leistung bringen kann und den Konkurrenzkampf mit Pavard deutlich anheizen würde.

3. Elseid Hysaj (27 Jahre, SSC Neapel, Vertrag bis 2021)

Elseid Hysaj
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Kurioserweise wurde auch der dritte Name in unserer Liste bereits beim FC Bayern gehandelt. Im Sommer 2016 wurde Hysaj als potenzieller Nachfolger von Philipp Lahm ins Spiel gebracht. Der Albaner entschied sich am Ende jedoch für eine Vertragsverlängerung beim SSC Neapel. Dort läuft sein Vertrag am Ende der dieser Saison aus, was den 27-jährige besonders attraktiv macht für den FCB.

Ähnlich wie Bellerin war Hysaj in den vergangenen Jahren gesetzt in Neapel und kommt auf mehr als 210 Einsätze für die Süditaliener, 16 davon in der Champions League. Der albanische Nationalspieler wäre eine passende Alternative zu Pavard, da dieser deutlich offensiver denkt und agiert.

Hysaj wäre eine „kleine Lösung“, wie Bouna Sarr vergangenen Sommer. Das finanzielle Risiko wäre diesmal jedoch deutlich geringer.

Wahrscheinlichkeit: 50-60 Prozent. Als ablösefreier Spieler der viel (internationale) Erfahrung mitbringt ist Hysaj eine sehr interessante Option für die Bayern. Es stellt sich jedoch die Frage, ob er gewillt ist sich im besten Fußballer Alter mit einer Reservistenrolle hinter Pavard zufrieden zu geben.