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3 Gründe, warum Boateng eine EM-Nominierung verdient hätte

Jerome Boateng
Foto: imago images

Schon seit längerer Zeit haben es die Spatzen von den Dächern gepfiffen, dass Thomas Müller zum EM-Aufgebot zählen wird. Aktuellen Medienberichten zufolge wird sich auch Mats Hummels hinzugesellen. Nur beim dritten im Bunde, Jérôme Boateng, sieht es nicht nach einer Rückkehr aus. Gewissheit haben wir heute Mittag, wenn Joachim Löw seinen vorläufigen Kader bekannt gibt. Gründe, warum es auch Boateng verdient hätte, zur EM zu fahren, gäbe es zu Genüge.



1. Boateng gehört leistungstechnisch zu den besten deutschen Innenverteidiger

Unter der Amtszeit von Hansi Flick spielte Boateng sensationelle eineinhalb Jahre. Der 32-Jährige arbeitete stark an seiner Fitness und schaffte es auch seine Verletzungsprobleme zu minimieren. All das machte sich positiv in seinen Leistungen bemerkbar. Egal ob der Gegner Paris Saint-Germain, FC Barcelona oder Arminia Bielefeld hieß: Der Routinier hat durchgängig abgeliefert. Sein Stellungsspiel, seine Fähigkeiten im Aufbau und seine körperliche Präsenz ist noch immer europäische Spitzenklasse. Im Vergleich zu seiner Top-Zeit hat der Innenverteidiger zwar sicherlich ein paar Prozent eingebüßt, jedoch sind seine Leistungen mit Sicherheit gut genug für das DFB-Team. In der laufenden Saison vermochten es lediglich Antonio Rüdiger und Mats Hummels mit dem Bayern-Star leistungstechnisch mitzuhalten.

2. Boateng hat in der Nationalelf (fast) immer abgeliefert

Jérôme Boateng war von 2010 bis 2018 stets ein fester Bestandteil der Deutschen Nationalmannschaft und war bei allen großen Turnieren dabei. Allerdings war er nicht nur Stammspieler, sondern auch absoluter Leistungsträger. Der Bayern-Star hat zahlreiche Schlachten geschlagen und agierte dabei fast immer als Fels in der Brandung. Man denke dabei nur an das WM Finale gegen Argentinien. Selbst bei der WM 2018 spielte der Innenverteidiger bis zu seinen Platzverweis gegen Schweden nicht schlecht. Einen Spieler, der im Nationalteam immer geliefert hat und lediglich einmal unglücklich vom Platz flog, direkt abzuservieren, war ohnehin schon eine zweifelhafte Aktion. Diese zeigte letztlich nur, dass Boateng wie bei den Bayern irgendwie nicht den Kredit hatte, der seinen Leistungen eigentlich entsprechend wäre. Dabei hätte er für all seine Verdienste einen würdigen Abschied verdient.

3. Boateng verfügt über einen gewaltigen Erfahrungsschatz

Boateng spielt seit über einem Jahrzehnt auf höchstem Niveau und hat im Fußball fast alles gesehen. Mit neun Meistertitel, zwei Champions-League-Titel und einem WM-Titel hat der 32-Jährige alles gewonnen und alles erlebt. Es gibt kaum einen Weltklasse-Spieler gegen den Jérôme Boateng noch nicht angetreten ist, wodurch er genau weiß, was in diesen Situationen zu tun ist. Hinzu kommt, dass der Bayern-Star in seiner langen Karriere mit einem Großteil der DFB-Stars schon zusammengespielt hat. Mit Spielern wie Manuel Neuer, Niklas Süle, Mats Hummels, Joshua Kimmich oder Leon Goretzka versteht sich der 32-Jährige blind. Löw hätte die Chance auf Boateng und eine funktionierende Achse zu setzen, die in der Vergangenheit gezeigt hat, wie man Titel holt.