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Schweinsteiger über das DFB-Comeback von Hummels und Müller: „Entscheidung für den Erfolg“

Bastian Schweinsteiger
Foto: imago images

Mit der Nominierung von Mats Hummels und Thomas Müller für den deutschen EM-Kader hat Joachim Löw am Mittwoch einige kritische Stimmen besänftigt. Wenngleich auch der frühere Bayern-Star Bastian Schweinsteiger glücklich über die Rückkehr der Routiniers ist, kritisiert er den Bundestrainer für seinen zuvor eingeschlagenen Weg. 



Ein 0:6 gegen Spanien und eine Pleite gegen Nordmazedonien waren dann selbst für Joachim Löw zu viel des Guten. Der Bundestrainer sah sich gezwungen Mats Hummels und Thomas Müller zurück ins Team zu holen, nachdem der Jugend-Kurs krachend gescheitert war. „Den Weg, den man eingeschlagen hat, nach der WM 2018, der ist gescheitert“, stellt Schweinsteiger gegenüber der ARD klar.

Schweinsteiger kritisiert DFB-Elf: „Viele haben die Chance nicht genutzt“

Der 36-Jährige will jedoch nicht nur dem DFB-Coach alleine die Schuld zuweisen. „Viele Spieler haben auch nicht ihre Chance genutzt, die sie in der Nationalmannschaft bekommen haben“, kritisiert Schweinsteiger ohne dabei Namen zu nennen. Damit hat der Weltmeister von 2014 durchaus Recht, wenn man bedenkt wie lustlos die Akteure zum Teil in den Testspielen agierten und somit die Tür für die „Ausgestoßenen“ wieder aufgemacht haben. Letztlich war es unumgänglich der sichtbar angeschlagenen Truppe zwei wichtige Stützen zurückzugeben.

Hummels und Müller sollen „Qualität und Erfahrung mitbringen“

Allerdings ist dies weniger auf die Pandemie zurückzuführen, wie es von Löw gerne angemerkt wird, sondern auch auf die schlechten Ergebnisse und vielen personellen Wechsel im Team. Schweinsteiger zufolge sei es demnach umso wichtiger, dass mit den beiden Routiniers Spieler auf dem Platz stehen, „die Erfahrung und Qualität mitbringen und die auch mit ihren Mitspielern sprechen können“. Gerade die fehlende Kommunikation und Lautstärke auf dem Platz wurde in den letzten Länderspielen von mehreren Experten kritisch hinterfragt. Wenn ein Spieler in so einer Situation helfen kann, so ist das Thomas Müller.

„Beide werden eine tragende Rolle spielen“

Nach den nervenaufreibenden Jahren bezeichnet Schweinsteiger die Hummels- und Müller-Nominierung als „Entscheidung für den Erfolg“. Der 121-fache Nationalspieler glaubt zudem, dass die beiden Führungskräfte auch gleich mittendrin im Geschehen sein werden. „Beide werden eine tragende Rolle spielen. Ich denke nicht, dass sie Spieler sein werden, die auf der Bank sitzen wollen“, führt Schweinsteiger aus. Dank der Nominierung der beiden früheren Bayern-Kollegen ist die Münchner Legende auch zuversichtlich, dass die Deutschen trotz der schweren Gruppe ein gutes Turnier spielen, zumal die Gruppen-Dritten ja auch noch eine gute Chance auf ein Weiterkommen haben.