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Transfersommer wird für den FC Bayern und Nagelsmann zum Geduldsspiel

Julian Nagelsmann
Foto: imago images

Der FC Bayern wurde in den vergangenen Wochen mit zahlreichen Spielern in Verbindung gebracht. Vor allem die rechte Abwehrseite und auf den offensivenen Flügelpositionen suchen die Münchner aktiv nach neuen Spielern. Die kommende Transferperiode wird zu einem echten Geduldsspiel, vor allem für Neu-Trainer Julian Nagelsmann.



Die Verantwortlichen beim FC Bayern haben in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass die Münchner im Sommer kleinere Brötchen backen müssen in Sachen Transfers. Nach den Verpflichtungen von Dayot Upamecano (42,5 Mio. Euro) und Julian Nagelsmann (knapp 25 Mio. Euro), ist das Corona-Budget bereits frühzeitig aufgebraucht. Wie die „Sport BILD“ berichtet, wird es keine Neuzugänge geben, bevor man sich nicht selbst von eigenen Spielern trennt.

Wie geht es mit den Wackelkandidaten Tolisso und Süle weiter?

Nach „Sport BILD“-Informationen ist neben der Ablöse für neue Spieler vor allem das Thema Gehalt entscheidend. Spieler mit einem zu hohen Grundgehalt sind keine Option für den Rekordmeister, auch wenn diese ablösefrei zu haben wären. Bestes Beispiel hierfür ist Georginio Wijnaldum. Der Niederländer wurde zuletzt intensiv mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Gerüchten zufolge verlangt der 30-jährige Mittelfeldspieler jedoch 20 Mio. Euro pro Jahr, viel zu teuer für den FCB.

Wie viel die Bayern im Sommer tatsächlich ausgeben können hängt maßgeblich davon ab wie viel man selbst durch Spielerverkäufe einnehmen kann. Die Liste an potenziellen Abgängen ist lang. Hierzu gehören vor allem die vielen Leihspieler: Joshua Zirkzee, Mickael Cuisance oder Adrian Fein, alle samt dürfen den Klub verlassen, sollte man entsprechende Angebote erhalten. Klar ist aber, dass diese Spieler nicht unbedingt allzu viel Geld in die Kasse spülen werden. Ein Verkauf von Corentin Tolisso und vor allem Niklas Süle hingegen könnte den FCB deutlich handlungsfähiger machen. Der Franzose gilt schon seit längerer Zeit als Verkaufskandidat an der Isar und dürfte die Bayern für 20 Mio. Euro verlassen. Bei Süle gibt es durchaus noch Hoffnung in Sachen Vertragsverlängerung, sollte diese platzen, wäre der FCB bei 30-35 Mio. Euro gesprächsbereit.

Nagelsmann wird sich gedulden müssen

Unabhängig davon wer im Sommer geht und kommt, die Bayern und vor allem Neu-Trainer Julian Nagelsmann werden sich gedulden müssen. Vor der EM, die bereits in weniger als zehn Tagen beginnt, wird es zu keinerlei größeren Deals mehr kommen. Erst nach der EURO wird der Transfersommer langsam an Fahrt aufnehmen. Zudem blicken alle gespannt nach England, die Premier League-Klubs sind auch in diesem Sommer am zahlungskräftigen. Erst wenn die englischen Vereine „Geld in den Markt reinpumpen“ könnte es zu deutlich mehr Bewegung kommen.