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Sagnol kritisiert Pavard scharf: „Er hat mich enttäuscht“

Thomas Müller
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Die französische Nationalmannschaft zählt zu den ganz großen Favoriten auf den EM-Titel. Nach einer starken Leistung gegen Deutschland schwächelten die Franzosen beim Aufeinandertreffen mit Ungarn und kamen nicht über ein Remis hinaus. Der Weltmeister steht in der Kritik. Auch ein Bayern-Star steht dabei im Fokus.



Das ernüchternde 1:1 gegen Ungarn hat der Euphorie um Frankreich einen Dämpfer verpasst. Eine bemühte ungarische Mannschaft verlangte den Franzosen alles ab und erkämpfte sich einen lebenserhaltenden Punkt im zweiten Gruppenspiel. Das Starensemble von Trainer Didier Deschamps wird indes von Experten hart angegangen.

Auch Ex-Bayern-Spieler Willy Sagnol meldete sich zu Wort und zählte vor allem Benjamin Pavard an. „Er hat mich enttäuscht“, betonte Sagnol in einem Interview mit der „L’Equipe“: „Er ist ein Spieler, der normalerweise nie schlecht ist, ohne sehr gut zu sein. Diesmal hatte er in allen Bereichen große Schwierigkeiten.“ Pavards rechte Seite stellte sich als anfällig heraus. Negativer Höhepunkt war dabei das von ihm nicht unerheblich mit verschuldete 0:1.

Standing beim FC Bayern in Gefahr?

Die Anmerkungen des ehemaligen Bayern-Trainers (Sagnol hatte nach dem Ancelotti-Aus 2017 für zwei Spiele als Interims-Coach übernommen) kommen für Pavard zur Unzeit. Bei Bayern seit 2019 eigentlich eine feste Größe, könnte der Stammplatz zur neuen Saison zum ersten Mal kein Selbstläufer werden. Der von Beginn an als reiner Backup verpflichtete Bouna Sarr konnte Pavard bisher nicht gefährlich werden. Die Bayern sind aber bekanntlich erneut auf der Suche nach einem neue Rechtsverteidiger. Favorit: Denzel Dumfries. Der Niederländer, der sich bei der EM als echte Waffe erwiesen hat, befindet sich derzeit in bestechender Form und soll eine ernsthafte Option für die Bayern sein.