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Sechs legendäre Bayern-Spiele, die durch die Auswärtstorregel entschieden wurden

Arjen Robben
Foto: imago images

Die Auswärtstor-Regelung in der Königsklasse ist Geschichte. Wie die gestern UEFA verkündet hat, wird die umstrittene Regelung mit Beginn der neuen Saison 2021/22 aus den europäischen Wettbewerben gestrichen. Somit soll mehr Fairness gewährleistet werden, zumal von nun an kein Team mehr ausscheiden kann, obwohl es genauso viele Treffer wie der Gegner erzielt hat. Die Regelung war durchaus problematisch, wenn man bedenkt, wie oft ein Auswärtstor zwischen Sieg und Niederlage entschieden hat. In der jüngsten Vergangenheit machten auch die Bayern wechselhafte Erfahrungen.



1. FC Bayern – Paris St. Germain (Viertelfinale 2020/21)

Die Münchner standen in der vergangenen Spielzeit nach der 2:3-Niederlage in der heimischen Allianz Arena mit dem Rücken zur Wand. Allerdings sorgte Eric-Maxim Choupo Moting im Rückspiel für dem 1:0-Siegtreffer. Im Anschluss rannten die Münchner vergeblich an. Der Titelverteidiger flog trotz eines 3:3 in der Gesamtbewertung aus dem Wettbewerb.

2. FC Bayern – Atletico Madrid (Halbfinale 2015/16)

Mit einer 0:1-Hypothek aus Madrid versuchten die Bayern das Ruder in München nochmal rumzureißen. Dies hätte auch fast geklappt zumal der FCB das Spiel dominierte und zwei Tore erzielte. Allerdings machte Antoine Griezmann nach einem Konter das entscheidende Auswärtstor für die Spanier und besiegelten das Münchner Aus.

3. FC Bayern – FC Arsenal (Achtelfinale 2012/13)

Mit einem Gesamtergebnis von 4:0 gegen Juventus Turin und einem 7:0 gegen Barcelona spazierte der FC Bayern geradezu ins Finale (2:1 gegen Dortmund. Allerdings wäre es dazu beinahe gar nicht gekommen. Nach einem tollen 3:1-Erfolg in London, machten die Münchner im Rückspiel die schlechteste Partie der Champions-League-Saison. Nach der 0:2 Pleite rettete die Bayern lediglich die Auswärtstor-Regel. Lange mussten die Bayern-Fans jedoch nicht zittern, da das Team lange Zeit scheinbar alles im Griff hatte und erst fünf Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer kassierte.

4. FC Bayern – Inter Mailand (Achtelfinale 2010/11)

Ein Jahr nach dem verlorenen Champions-League-Finale wollten sich die Bayern bei Inter Mailand revanchieren. Mit einem 1:0-Erfolg in Mailand schienen die Weichen eigentlich auch gestellt zu sein. Nach einem frühen Gegentor durch Eto´o lief es auch im Rückspiel wie geschmiert. Nach einer 2:1-Führung verspielten die Bayern den Vorsprung aber noch. Die 2:3-Heimniederlage war definitiv eine der unnötigsten und ärgerlichsten Niederlagen in der jüngsten Vereinsgeschichte.

5. FC Bayern – Manchester United (Viertelfinale 2009/10)

Nach dem Last-Minute-Treffer durch Ivica Olić machte sich der FC Bayern mit einem 2:1-Vorsprung auf die Reise nach Manchester. Allerdings überfuhren die Red Devils die Bayern im Old Trefford förmlich und gingen mit 3:0 in Führung. Allerdings brachte Olić die Bayern kurz vor der Halbzeit zurück ins Spiel. An die entscheidende Szene werden sich alle Bayern-Fans noch bestens erinnern. Nach einer Ecke von Ribery nimmt Arjen Robben den Ball Volley und hämmert ihn genau ins Eck. Um es mit den Worten von Marcel Reif zu zitieren: „Ein unfassbares Tor“. Dieses reichte letztlich dank der Auswärtsregel zum weiterkommen.

6. FC Bayern – AC Florenz (Achtelfinale 2009/10)

Gleiche Saison, gleicher Spielverlauf und gleicher Held: Nur wenige Wochen vor der Manchester-Partie rutschten die Bayern ebenfalls durch ein 2:1-Heimsieg und eine 2:3-Auswärts-Niederlage in die nächste Runde. Schon gegen die Italiener war es Arjen Robben, der mit dem entscheidenden Traumtor fürs Weiterkommen sorgte. Der Holländer zog in seiner unnachahmlichen Art von der rechten Seite nach innen und jagte den Ball genau ins lange Eck. Ein echtes Traumtor!