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Löw bremst Musiala-Euphorie: „Ist noch nicht da, wo die Leute glauben“

Jamal Musiala
Foto: imago images

Die DFB-Elf muss die Koffer packen. Nach dem 0:2 im Wembley gegen England ist die Europameisterschaft für den Weltmeister von 2014 vorzeitig beendet. Beinahe wäre dies schon letzte Woche beim 2:2 gegen Ungarn der Fall gewesen, hätte nicht Bayern-Youngster Jamal Musiala den Ausgleichstreffer in die Wege geleitet. Gegen die Engländer wartete man auf den Musiala-Moment jedoch vergeblich. 



Spätestens nach dem 1:0 durch Sterling haben sich die deutschen Fans auf der Couch nach Bayern-Youngster Jamal Musiala gesehnt haben. Der Münchner Wunderknabe ist ein glänzender Individualist und hat unkonventionelle Ideen und Dribblings in seinem Repertoire, die ein Spiel drehen können. Allerdings dauerte es bis zur 91. Minute, bis der Bundestrainer Musiala (viel zu spät) einwechselte. Zuvor kamen bereits Serge Gnabry, Leroy Sané und Emre Can, die jedoch wirkungslos blieben.

Löw wies nach dem Spiel diesbezüglich jegliche Kritik von sich und verteidigte seine Entscheidung gegen Musiala: „Jamal ist ein guter Spieler und hat große Fähigkeiten, aber er ist noch nicht da, wo die Leute glauben, dass er nach einem Spiel ist. Wir haben uns für (Sané und Gnabry) entschieden, die ihre Klasse in den letzten 2-3 Jahren bewiesen haben“, erklärte er.

Klar ist aber auch, dass sich der Bundestrainer damit für zwei formschwache Spieler entschieden hat und auf den unbekümmerten und aufstrebenden Youngster verzichtet hat. Es ist ja schließlich auch nicht so, als hätte der 18-Jährige zuvor noch kein gutes Spiel absolviert.