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Machtwechsel bei den Bayern: Kahn will nicht in Rummenigges Fußstapfen laufen

Oliver Kahn
Foto: imago images

Ein halbes Jahr früher als geplant hat Karl-Heinz Rummenigge seinen Posten als Vorstandsvorsitzender an Oliver Kahn übertragen. Der ehemalige Weltklasse-Torhüter trägt nun alleine die Verantwortung, nachdem bereits in der Vorsaison immer mehr in das Aufgabenfeld Kahns fiel. Der 52-jährige hat bei seiner Antritts-PK angedeutet, dass er die Dinge in Zukunft etwas anders handhaben wird als Rummenigge und Hoeneß.



Seit eineinhalb Jahren ist Oliver Kahn inzwischen für die Bayern tätig. Nun sind die Lehrjahre endgültig vorbei und der Titan ist auf sich alleine gestellt. „Die eineinhalb Jahre, die ich bisher hier bin, war eine sehr gute und wichtige Zeit, natürlich geprägt von der Pandemie. Die Zeit hat dazu geführt, dass ich mich jetzt sehr wohl fühle und auch das nötige Rüstzeug mitbringe um die Position des Vorstandsvorsitzenden der AG begleiten zu können“, zeigte er sich gestern selbstbewusst bei seiner ersten CEO-PK.

Kahn will Hoeneß und Rummenigge nicht kopieren: „Man kann auch mal andere Wege gehen“

Der Titan will den Fußstapfen von Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge folgen, aber auch seine eigenen Ideen und Strategien entwickeln. „Es sind natürlich große Fußstapfen, aber man muss ja nicht unbedingt in diesen Fußstapfen weiterlaufen. Man kann ja auch mal andere Wege gehen. Aber natürlich haben die beiden diesen Verein geprägt, einen der weltbesten Klubs daraus gemacht. Das ist eine Herausforderung. Wir sind alle gefordert, den Verein auch in Zukunft so erfolgreich zu gestalten und ihn in manchen Bereichen weiterzuentwickeln.“

Flache Hierarchien bei den Bayern?

Oliver Kahn spricht sogar Punkte an, die unter ihm ein wenig anders laufen werden. „Der FC Bayern ist kein Klub, bei dem man alles umwerfen muss. Aber es gibt immer Veränderungen, wenn jemand Neues kommt. Ich bin jemand, der sehr stark auf das Team setzt, der sehr stark Menschen integriert, Menschen mitnimmt, teilhaben lässt an Prozessen. Es ist nichts außergewöhnliches, dass sich auch im Führungsstil einiges ändern wird“, kündigt er an. Dies lässt auf flachere Hierarchien schließen, wie es unter den „Alphatieren“ Hoeneß und Rummenigge nicht unbedingt der Fall war.