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Bayern-Boss Hainer fordert eine „Reglementierung bei Spielergehältern und Transfersummen“

Herbert Hainer
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Das Thema Gehaltsobergrenze im Profi-Fußball ist spätestens seit dem Ausbruch der Corona-Krise omnipräsent. Auch die Bayern-Verantwortlichen haben sich diesbezüglich klar positioniert und fordern eine stärkere Reglementierung in Sachen Gehälter, Ablösen und Beraterhonorare wie Präsident Herbert Hainer am Mittwoch nochmals deutlich gemacht hat.



Mit Blick auf die abgelaufenen Sommer-Transferperiode und die zahlreichen Mega-Transfers, scheint es so, als hätten manche Vereine die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise überstanden. Investorengeführte Klubs wie Paris Saint-Germain, Manchester City oder der FC Chelsea haben zuletzt ordentlich zugeschlagen auf dem Transfermarkt.

Der FC Bayern hingegen hat sich selbst einen Sparkurs auferlegt und im Vergleich zur europäischen Konkurrenz deutlich weniger für neue Spieler ausgegeben. Die Verantwortlichen an der Isar sehen die aktuellen Entwicklungen, vor allem in Sachen Spielergehälter, nach wie vor sehr kritisch.

„Vielleicht ist die Krise eine Chance“

Auf dem SpoBis-Kongress in Düsseldorf plädierte Bayern-Präsident Herbert Hainer erneut dafür, dass der Profi-Fußball sich gerade in Sachen Transfers mehr reglementieren muss: „Es braucht eine Reglementierung bei Spielergehältern, Transfersummen und Beratergehältern. Es wurde schon lange darüber gesprochen, es ist nie passiert. Vielleicht ist die Krise eine Chance, das Thema jetzt anzupacken, damit der Sport überleben kann.“

Hainer zeigt sich offen für mehr Investoren im Fußball

Hainer äußerte sich auch über Investoren-Einstiege im Fußball und zeigte sich durchaus offen dafür: „Ich glaube, dass mehr Geld von außen hereinkommen wird. Zum einen, weil viele Klubs durch die Corona-Krise gebeutelt sind, teilweise schon davor. Zum anderen würde es dem Sport nicht schlecht tun, wenn professionelleres Management in die Klubs reinkommt. Nicht jeder Klub und jeder Verband ist schließlich so geführt, dass automatisch Erfolg reinkommt.“

Der 67-jährige machte aber zeitgleich deutlich, dass die Investoren nicht für das sportliche Geschehen verantwortlich sein dürfen: „Wenn jemand weiß, wie man erfolgreich Unternehmen aufbaut, dieses Wissen weitergibt und nicht glaubt, er sei der bessere Trainer, dann ist das sehr erfolgversprechend.“