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Berater enthüllt: Nagelsmann hat freiwillig auf Gehalt verzichtet für einen Wechsel zum FC Bayern

Julian Nagelsmann
Foto: Getty Images

Mit Julian Nagelsmann hat der FC Bayern vergangenen Sommer seinen absoluten Wunschtrainer verpflichtet. Der 34-jährige war von Anfang an die 1A-Lösung für die Nachfolge von Hansi Flick. Laut Nagelsmann-Berater Volker Struth haben die Münchner mehr als 20 Mio. Euro Ablöse für den Jungtrainer bezahlt. Nagelsmann hat jedoch auch seinen (finanziellen) Beitrag dazu beigetragen, damit der Wechsel über die Bühne geht.



In seinem neuen Buch „Meine Spielzüge“ gewährt Volker Struth tiefe Einblicke in der Welt eines Spielerberaters. Unter anderem erzählt dieser wie der Wechsel von Julian Nagelsmann von RB Leipzig zu den Bayern konkret abgelaufen ist. In der „BILD am Sonntag“ wurden nun erste Auszüge aus dem bald erscheinenden Buch veröffentlicht.

Bayern bot anfangs „nur“ neun Millionen Euro für Nagelsmann

Wie Struth berichtet, hat sich Bayern Sportvorstand Hasan Salihamidzic unmittelbar bei ihm gemeldet, als Hansi Flick Bayern-intern seinen Rücktrittswunsch äußerte. Laut dem 55-jährigen hat es nur wenige Tage von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Einigung zwischen den beiden Vereinen gedauert. Dies lag jedoch vor allem an der Zahlungsbereitschaft der Bayern und Nagelsmann selbst.

Wie der Nagelsmann-Berater enthüllt, forderte Leipzig in der ersten Verhandlungsrunde 30 Mio. Euro Ablöse für ihren Trainer. Die Münchner hingegen boten „nur“ neun Millionen Euro an. Struth versuchte eigenen Aussagen zu vermitteln und schlug eine Summe von 15 Mio. Euro vor. In den finalen Gesprächen zwischen den Klubs war Struth selbst nicht mehr involviert. Er habe jedoch gehört, dass der Rekordmeister am Ende „mehr als 20 Mio. Euro bezahlt“ hat. Diese Summe kann durch Bonuszahlungen nochmals ansteigen.

Bemerkenswert ist zudem: Laut Struth haben die Bayern, nach dem alle involvierten Parteien eine Einigung erzielt haben, nochmals versucht das Gehalt von Nagelsmann zu drücken. Als Argument führten die Münchner die nicht eingeplante Rekordablöse auf. Der 34-jährige stimmte jedoch ohne Proteste zu, sein bereits vereinbartes Gehalt um 15 Prozent zu kürzen.