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Trotz Guardiola-Rückendeckung: Darum ließen die Bayern Toni Kroos im Sommer 2014 ziehen

Toni Kroos
Foto: Getty Images

Toni Kroos gehört zu den erfolgreichsten deutschen Fußballern der Geschichte. Der Mittelfeldspieler hat nahezu alles gewonnen was es zu gewinnen gibt. Viele FCB-Fans trauern dem Spielmachen nach wie vor hinterher und betrachten den Wechsel im Sommer 2014 zu Real Madrid als einen der größten Fehler in der jüngeren Klubgeschichte. Dessen Berater hat nun neue Details enthüllt, wie der Transfer damals überhaupt zu Stande kam.



Wie Volker Struth in seinem neuen Buch „Meine Spielzüge“ berichtet, wollten die Bayern den Vertrag von Kroos im Herbst 2013, knapp zwei Jahre vor dem Auslaufen, vorzeitig verlängern. Der Mittelfeldspieler war damals durchaus gewillt ein neues Arbeitspapier an der Isar zu unterschreiben, die Verhandlungen liefen jedoch relativ zäh ab.

Laut Struth gab es drei konkrete Gesprächsrunden zwischen ihm und Karl-Heinz Rummenigge, die alle samt gleich abgelaufen liefen und weniger als 30 Minuten anhielten. Struth forderte für seinen Klienten damals ein Jahresgehalt von zehn Mio. Euro mit der Begründung, dass Kroos für den FCB mindestens genauso wichtig sei wie Philipp Lahm, Franck Ribery und Arjen Robben, die alle samt in diesem Bereich lagen. Die Bayern hingegen lehnte diese Forderung jedoch strikt ab und hatten eine deutliche andere Meinung zum Standing von Kroos.

Guardiola machte sich für eine Kroos-Verlängerung stark

Nach Angaben von Struth war der damalige Bayern-Trainer Pep Guardiola alles andere als begeistert, als er mitbekommen hat, dass die Vertragsverlängerung zu platzen droht. Der Katalane hatet sich demnach persönlich für einen Verbleib eingesetzt und Kroos gegenüber betont, wie wichtig dieser für sein Spielsystem sei. Die Bayern-Bosse blieben jedoch stur und boten zum am Ende 6,5 Mio. Euro. Kroos lehnte ab, auch als sich Uli Hoeneß in die Verhandlungen einschaltete und in seiner damals gewohnten Manier deutlich machte, dass Kroos „niemals zehn Mio. Euro“ beim FC Bayern verdienen wird.

Im Sommer 2014, ein Jahr vor Ende seines Vertrags beim FCB, verkauften die Münchner den frischgebackenen Weltmeister für 25 Mio. Euro an Real Madrid. Kroos hatte damals einen Marktwert von 42 Mio. Euro. Dieser stieg in Madrid zwischenzeitlich sogar auf 80 Mio. Euro an.

Besonders kurios: Laut Struth wäre Kroos beinahe bei Manchester United gelandet. Die Red Devils hatten sich mit dem Mittelfeldspieler bereits auf einen Wechsel verständigt. Zudem lag der unterschriftsreife Vertrag bereits vor. Nach der Entlassung von David Moyes, der Kroos unbedingt zu United holen wollte, platzte der Deal jedoch und Real Madrid machte am Ende das Rennen.