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Ballon d’Or? Matthäus: „Es gibt bei dieser Wahl keinen Top-Favoriten“

Robert Lewandowski
Foto: Getty Images

In gut einen Monat wird der Ballon d’Or und damit die wichtigste individuelle Auszeichnung, die ein Fußball-Profi gewinnen kann, vergeben. Im Jahr 2021 gestaltet sich das Rennen so spannend wie lange nicht mehr. Bayern-Star Robert Lewandowski rechnet sich nach seiner grandiosen Saison gute Chancen aus. Einen Top-Favoriten gibt es jedoch nicht, wie auch Lothar Matthäus in seiner Sky-Kolumne „So sehe ich das“ betont.



Krönt sich der amtierende Weltfußballer des Jahres 2020 ein Jahr später endlich auch mit dem Ballon d’Or? Robert Lewandowski muss sich noch bis Ende November gedulde, bis „France Football“ den Sieger bekannt gibt. Zittern ist angesagt, zumal die Konkurrenz stark ist. In den letzten Monaten hat sich mit Mohamed Salah ein weiterer Kandidat in die Favoritenrunde hineingeschossen. „Was Klopps Superstar Salah seit einigen Monaten abliefert, ist natürlich absolute Weltklasse. Gut möglich, dass ihm das bei der Wahl zum Weltfußballer deutlich hilft. Aber das war nicht über das ganze Jahr der Fall. Im Frühjahr hatten er und Liverpool arge Probleme“, zeigte sich Matthäus zwiegespalten.

Lewandowski, Salah, Messi oder Jorginho: Welcher Top-Star macht das Rennen?

Allerdings gibt es auch bei den anderen Kandidaten Punkte, die dagegen sprechen. Lionel Messi hat zwar eine grandiose Saison gespielt und Argentinien zum Copa-Titel geführt, mit dem FC Barcelona aber keine Erfolge einfahren können. Nimmt man die Titel als Maßstab, so landet man automatisch bei Jorginho, der mit Italien Europameister wurde und mit dem FC Chelsea die Champions League gewinnen konnte. Allerdings ist der zentrale Mittelfeldspieler sicherlich nicht der aller begnadetste Einzelspieler.

„Jorginho hat nahezu die komplette letzte Saison überzeugt und maßgeblichen Anteil am Sieg der Champions League sowie er EM mit Italien“, erkennt auch Matthäus die Leistung von Europas Fußballer der Jahres an. „Er ist aber nicht so spektakulär wie Robert Lewandowski, dem ich persönlich am meisten die Daumen drücke“, spricht sich Deutschlands Rekordnationalspieler für den Bayern-Stürmer aus.

Für Lewandowski spricht sicherlich seine enorme Trefferquote, mit der er sogar den Müller-Rekord mit 41 Toren überbieten konnte. Allerdings spricht das frühe Ausscheiden bei der EM mit Polen und der Champions-League-K.o. der Bayern gegen Paris Saint-Germain gegen den 33-Jährigen. „Es gibt bei dieser Wahl keinen Top-Favoriten“, schlussfolgert Matthäus. Ein einen Monat werden wir sehen, ob es für Lewandowski dennoch gereicht hat.